Fr., 26.02.2016

Bauhof-Sanierung Das neue Tor steht bereits

Erstes sichtbares Zeichen dafür, dass am Bauhof nach Jahren des Stillstands investiert wird, ist das neue, elektrisch angetriebene Zugangstor.

Erstes sichtbares Zeichen dafür, dass am Bauhof nach Jahren des Stillstands investiert wird, ist das neue, elektrisch angetriebene Zugangstor. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Metelen - 

Die überfällige Sanierung des Baubetriebshofs nimmt Gestalt an. Ein erster Schritt ist die Aufstellung des elektrisch angetriebenen Zugangstores. In den kommenden Jahren will die Gemeinde Gebäude und Platz modernisieren und energieautark ausbauen. Planungen dazu laufen bereits.

Von Dieter Huge sive Huwe

Nach Jahren des Stillstands tut sich was beim Stiefkind der Gemeinde, dem Baubetriebshof. Nachdem sich Mitglieder des Bauausschusses bei einer Besichtigung im Vorjahr teils entsetzt zeigten über den Zustand des Gebäudes, laufen jetzt die ersten Maßnahmen an, um den Bauhof an der Heinrich-Schlick-Straße grundlegend zu sanieren.

Seit vielen Jahren von den Mitarbeitern gefordert und immer wieder aufgrund der desolaten Haushaltslage der Kommune verschoben, ist nun endlich ein neues Zugangstor zum Gelände eingebaut worden. Der Bauhof präsentierte sich Besuchern bisher mitunter wie bei einem „Tag der offenen Tür“. Das alte Tor stand offen, war für den betrieblichen Alltag, in dem oft Fahrzeuge ein- und ausfahren, denkbar ungeeignet. Das elektrisch angetriebene Tor ist nun fernsteuerbar – auch von den Fahrerkabinen aus. Die Elektronik soll nach Auskunft des Bauamtes in diesen Tagen eingebaut werden.

Doch das Tor ist nur ein erster Aufschlag für die Sanierung des Bauhofs. Aus Gründen des Arbeitsschutzes muss unter anderem eine Absauganlage für die Dieselfahrzeuge installiert werden. Im Haushaltsjahr 2016 sind dafür 23 000 Euro vorgesehen. Bislang werden etwa Schlosserarbeiten in der gleichen Halle durchgeführt, in der auch der Unimog und der Traktor gestartet und gewartet werden.

Das ändert sich im kommenden Jahr außerdem durch die bauliche Trennung der Arbeitsbereiche und Abstellflächen. Das Gefahrstofflager bekommt eine Zwangsentlüftung und wird neu organisiert, die Arbeitsgrube erhält gleichfalls eine technische Ausstattung zur Entlüftung. Zusätzlich sollen das Dach und die Fenster erneuert und der Sozialtrakt grundlegend saniert werden. 175 000 Euro beträgt 2017 die Investitionssumme für diese Maßnahmen.

2018 wird dann die Sanierung abgerundet durch die Anpassung der Außenanlagen, Pflasterarbeiten, die Einzäunung des Geländes und die Anlage von neuen Boxen zur Lagerung von Schüttgut. Kostenpunkt: rund 17 000 Euro.

Investitionspauschalmittel decken mehr als die Hälfte der Gesamtkosten. Daneben sollen – besonders im Bereich der Dach- und Fenstersanierung – auch Gelder fließen, die im Rahmen eines Sonderprojekts zum Klimaschutzkonzept der Gemeinde beantragt werden können. Wesentliche Punkte wurden mit dem verantwortlichen Institut, dem Projektträger Jülich (PJT) vorab besprochen:

► neues energetisches Raumkonzept,

► Erneuerung der Fenster und des Dachs,

► Erneuerung der Heizungsanlage,

► Machbarkeitsstudie zur Installation einer Photovoltaikanlage zur Selbstversorgung und mögliche Nutzung von Elektrofahrzeugen,

► Dämmung der Außenwände im Bereich des Sozialtrakts.

Zusammengefasst werden diese teils zusätzlichen Maßnahme für die Sanierung des Bauhofs unter dem Stichwort „Energieautarker Bauhof“. Der Bauausschuss gab in seiner jüngsten Sitzung grünes Licht für die Aufstellung eines solchen Sanierungskonzeptes. Ermittelt werden die Potenziale von erneuerbaren Energien und Einsparoptionen; ein Umsetzungskonzept soll aufgestellt werden. Der Hauptausschuss (29. Februar, Montag) und der Rat (14. März, Montag) beschäftigen sich ebenfalls mit dem Bauhof.

Was ein energieautarker Bauhof letztlich kosten wird, sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht genau zu beziffern, schreibt die Verwaltung in ihrer Vorlage. Die Kosten seien abhängig von der Förderquote und den letztlich umzusetzenden Maßnahmen. Als grobe Schätzung ist in dem Papier von 250 000 bis 350 000 Euro die Rede.

Fakt ist aber – und das wurde in den jüngsten Sitzungen des Rates und seiner Gremien immer wieder betont – dass eine Maximalförderung von 50 Prozent der Investitionskosten (höchstens 200 000 Euro) nur beantragt werden kann, wenn sich die Kommune verpflichtet, für drei Jahre anteilig einen Klimaschutz-Manager zu beschäftigen.

Der Anteil der Gemeinde an der Finanzierung dieser Fachkraft könnte höher ausfallen als bisher angenommen. Grund: Die Kommune fällt aktuell nicht mehr unter die Vorgaben der Haushaltssicherung.

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