Mo., 07.03.2016

Kinderkleiderbörse im Bürgerhaus Ortswechsel macht sich bezahlt

Dichtes Gedränge herrschte am Samstag bei der Kinderkleiderbörse der Kolpingfamilie im Bürgerhaus.

Dichtes Gedränge herrschte am Samstag bei der Kinderkleiderbörse der Kolpingfamilie im Bürgerhaus. Foto: Zimmer

Metelen - 

An neuem Ort aber mit bewährtem Konzept öffnete am Samstag die Kinderkleiderbörse der Kolpingfamilie ihren Türen im Bürgerhaus. Der Ortswechsel macht sich offenbar bezahlt. So viele Verkäufer wie nie zuvor boten Kinderkleidung, Spielzeug und vieles mehr an.

Von Dorothee Zimmer

Gewöhnlich ist es ja der Nachwuchs, der von dem elterlichen Einkauf auf der jährlich im Frühjahr und Herbst stattfindenden Kinderkleiderbörse der Kolpingfamilie profitiert: Ob Kleidung, Spielzeug, Kinderwagen, Fahrradhelm oder andere nützliche Gegenstände – auf irgendeine Art und Weise sind stets Kinder die Begünstigten der gut erhaltenen Secondhand-Ware.

Stefan Kauling denkt bei seinem Besuch am Samstag im Bürgerhaus an seinen zweijährigen Sohn, die zwei Monate alte Tochter und auch noch an den Familienhund. Unter dem Arm des Schöppingers klemmt ein Plüschpferd. Es ist etwa kniehoch, von guter Stabilität und wie geschaffen für den Zweck, den es erfüllen soll: „Der Zweijährige will immer auf dem Hund reiten; dieses Spielzeug soll für ihn eine Alternative und für den Hund eine Entlastung sein.“

Für seine Kaufentscheidung braucht der Familienvater nicht lange. Es ist erst ein paar Minuten nach zehn, als er auf den adäquaten Reit-Ersatz stößt. Um exakt zehn Uhr gab Tanja Rengers vom Team der Kinderkleiderbörse den Weg frei für die vielen Besucher, die schon warteten. Bis zu diesem Zeitpunkt gewährte sie eine Stunde lang ausschließlich Schwangeren den Zutritt. Bianca Janning aus Borghorst empfindet die Bevorzugung als großen Vorteil. Die 37-Jährige, die in rund zehn Wochen ihren zweiten Sohn erwartet, sagt: „Wenn großes Gedränge herrscht, ist das mitunter sehr anstrengend.“

Noch in diesem Monat wird Rabea Wenning Mutter einer Tochter, und was die Kleine in Sachen Ausstattung in der ersten Zeit braucht, liegt zu Hause schon parat. „Für die ersten Wochen sind wir gut ausgestattet“, erklärt Wenning. Deshalb gilt ihr Augenmerk jenen Größen, die die Tochter im Anschluss benötigt.

Gut 130 Verkäufer – laut Teamsprecherin Gaby Kriens so viele wie noch nie zuvor – beteiligen sich mit aussortierten Artikeln für Kinder an der Börse, davon kommen ihren Angaben zufolge etwa ein gutes Viertel aus umliegenden Orten. Platzmangel in der Oase und der Altentagesstätte, in denen bis dato das Angebot stattfand, hatten einen Wechsel nötig gemacht. Der Erlös wird aufgeteilt und geht als Spende an die Kindergärten St. Josef und St. Marien, an den Förderverein der Grundschule sowie an einen weiteren guten Zweck.

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