Fr., 17.02.2017

Schrottplatz-Bruder Peter Ludolf verlässt die Latings

Peter Ludolf und die Latings

Das Tischtuch zwischen Peter Ludolf (l.) und seinen Metelener Gastgebern Dirk und Nadine „Naddel“ Lating ist zerschnitten. Foto: Privat

Metelen - 

Mehr als zwei Jahre lang war er der wohl republikweit bekannteste Metelener: Peter Ludolf, der Dicke aus der TV-Soap um vier Brüder und ihren Schrottplatz. Ohne jegliche Ankündigung ist der Schrottplatz-Bruder jetzt weggezogen. Seine Gastgeber sind schwer enttäuscht.

Von Dieter Huge sive Huwe

Dirk „Monzaguhru“ Lating nahm Peter Ludolf im Winter 2014 auf, als dieser am Boden zerstört und abgemagert war wegen des Zwists mit seinen Brüdern. Seit der Vorwoche gehen die beiden nun getrennte Wege. Peter Ludolf, mittlerweile wieder dicht an seinem einstigen „Kampfgewicht“, das ihn in der Serie unverwechselbar machte, hat Dirk und seiner Ehefrau Nadine „Naddel“ den Rücken zugekehrt und seine Zelte in Metelen abgebrochen.

„Je größer das wurde, umso mehr Leute tauchten auf, die dran teilhaben wollten.“ Dirk Lating ist in einer Stimmung, die zwischen Analyse und Ärger hin und her schwankt. Gedanken darüber, warum Ludolf gegangen ist, dem er in seiner Krise doch ein neues Zuhause gab und in die Familie aufnahm, wechseln mit Ärger über die neuen Partner des Kult-Schraubers und natürlich über Peter selber ab. „Klar kenne ich die“, erzählt Lating, dass es Mitarbeiter aus dem einstigen L-Team sind, bei denen Ludolf jetzt untergekommen ist.

Einstig deshalb, weil dieses L ursprünglich für Lating und Ludolf stand. Im Kleinbus fuhren die Latings und ihr Gast zu Autotreffen, Tagen der offenen Tür, Terminen mit C-Promis. Peter Ludolf – der Name zog, und das Team hatte „eine schöne Zeit“, wie der Monzaguhru bilanziert. Ihm sei aber auch schnell klar geworden, dass es viele Menschen gab, die die Bekanntheit des Dernbachers für eigene, auch kommerzielle Zwecke nutzen wollten, berichtet Lating. „Ich habe aber immer meine Hand über ihn gehalten“, sagt er und auch, dass Peter Ludolf eben ein sehr leicht zu beeinflussender Mensch sei.

Fotostrecke: Ludolf-Bulli beim Monzaguhru

Darauf führt er zurück, dass sein Dauergast jetzt zu einem der früheren Mitglieder des L-Teams gezogen ist – ohne Ankündigung und nachdem Lating ihn noch zuvor zu einem Gerichtstermin nach Neuwied kutschiert hatte. Darin ging es mal wieder um den Streit zwischen den drei Brüdern Peter, Manfred und Uwe.

Das klingt auch ein wenig bitter. Die Latings sind enttäuscht darüber, wie sich ihr Gast, den sie über zwei Jahre in der alten Tankstelle an der Wettringener Straße beherbergten, ohne Kommentar davongestohlen hat. Mittlerweile habe man miteinander telefoniert, berichtet Naddel Lating , doch sei Peter einsilbig gewesen. Ja, sie hat ihm Vorhaltungen gemacht, denn Peter sei ja praktisch ein Familienmitglied gewesen – und auch der Patenonkel von Leon. „Der hat tagelang immer wieder nach Peter gesucht“, kann Nadine Lating nur den Kopf schütteln über Ludolf.

Auch beim Gespräch mit der Zeitung tippt der Zweijährige auf ein Foto, das auf dem Küchentisch liegt und das L-Team zeigt. Mit seiner hohen Stimme sagt er immer wieder „Peter. Peter.“ Doch Peter ist weg, ging ohne einen Abschiedsgruß an den Steppke.

Für die Zeitung ist er ebenfalls nicht erreichbar, posiert jetzt aber auf einer Facebook-Seite mit den neuen Freunden.

Der Facebook-Post wird geladen

Dirk und Naddel Lating haben inzwischen reagiert, eine eigene Facebook-Seite herausgegeben, die ebenfalls das „L-Team“ im Namen hat und deren Rechte bei den Latings liegen, wie es dort heißt. Den Fans teilen sie mit: „All dies macht uns sehr traurig und nachdenklich, denn ich habe Peter in seiner schwersten Zeit bedenkenlos geholfen.“

Fotostrecke: Die Ludolfs - Das Schrottimperium kehrt zurück

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