Fr., 24.02.2017

Karneval Keine Frage des Alters

„Heut ist der Teufel los“, sang als Einheizer Sitzungspräsident Herbert Graes, hier mit den Kindern im St.- Marien-Kindergarten.

„Heut ist der Teufel los“, sang als Einheizer Sitzungspräsident Herbert Graes, hier mit den Kindern im St.- Marien-Kindergarten. Foto: Dorothee Zimmer

Metelen - 

Nicht die Weiber, sondern die jungen Jecken und die Senioren im St.-Ida-Haus sorgten am Weiberfastnachtsdonnerstag für Stimmung. Zu Gast hatten die Kitas, die Grundschule und das Altenheim dabei das KG-Prinzenpaar Holger I. und Steffi I. nebst Gefolge.

Von Dorothee Zimmer

Im Kindergarten St. Marien begann der Straßenkarneval gestern schon etwas früher als um 11.11 Uhr. Ziemlich genau um diese Zeit kamen Kinder, Erzieher, Eltern und Großeltern nämlich bereits zurück von ihrem kleinen Umzug durch die Straßen der Wohnsiedlung. „Es war vorhin gerade trocken, und wir wollten nicht auf neuen Regen warten“, sagte Einrichtungsleiterin Karin Krechting .

Bei der Rückkehr stand deshalb auch schon der Besuch vor der Kita-Tür: Das KG-Stadtwacht-Prinzenpaar Holger I. und Steffi I. schaute gemeinsam mit dem Sitzungspräsidenten Herbert Graes und den Elferratsmitgliedern Ingo Tenkhoff, Markus Tewes und Reiner Weßling vorbei.

Flugs wurde den Jecken der rote Teppich ausgerollt, ein Spalier für die Gäste gebildet und Konfetti auf sie geworfen. Für Prinzessin Steffi war es praktisch ein Heimspiel, denn sie arbeitet in der Kita. Und schon am heutigen Freitag ist sie wieder dort. „Morgen ist für mich wieder ein ganz normaler Arbeitstag“, sagte sie gestern. Aber sie schien darüber keineswegs traurig zu sein.

Richtig ab ging die karnevalistische Post dann oben in der Turnhalle der Kita. Hier gab Graes zum wiederholten Mal an diesem Morgen den einheizenden Entertainer für das Lied „Hier ist der Teufel los“, das sich durch Musik, Singen und entsprechende Arm- und Klatschbewegungen stets in Windeseile zu einem Stimmungskracher entwickelte.

Zuvor hatten die Karnevalisten den gleichen Effekt in der St.-Vitus-Schule sowie im DRK- und St.-Josefs-Kindergarten ausgelöst. Jede Einrichtung erhielt auch ein Geschenk in Form von gut gefüllten Bonbontüten. Und überall erkundigte sich der Prinz: „Wer von euch macht denn am Samstag beim Karnevalsumzug mit?“ Je mehr Finger in die Luft flogen, desto größer war des Prinzen Freude. „Wisst ihr auch, was daran so toll ist? Da kann man fröhlich feiern und ganz viel Kamelle aufsuchen.“

Der Besuch der Karnevalisten im St.-Ida-Haus geriet dagegen beschaulicher. Die Bewohner frühstückten gerade. Unter anderem machten Lachs, Rührei und ein Gläschen Sekt das Frühstück am Weiberfastnachtstag zu etwas Besonderem. Doch dann sah Rabea Tietmeyer den Besuch durch die Fensterscheibe kommen. „De Prinz kütt“, verbreitete die Mitarbeiterin die Neuigkeit von Tisch zu Tisch.

„Wir wollen ein bisschen mit euch Karneval feiern“, begrüßte der Prinz dann die Runde. An die ältesten an der Feier teilnehmenden Bewohner überreichte das Prinzenpaar Karnevalsorden. Albert Just ist 82, und Hertha Pammer wird im Sommer 100 Jahre.

Bei ihren Besuchen bekamen die Karnevalisten selbst auch immer etwas geboten: ein Lied, einen Orden oder Tänze. Im St.-Ida-Haus bekamen sie ein Kompliment: Elisabeth Auth war vor allem von der Herrenriege beeindruckt. Ihr Ausruf: „Mann, watt seid ihr für feine Kerle“ löste allseits Heiterkeit aus.



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