Mo., 27.02.2017

Umzug Karnevalistischer Funke zündet

Metelen - 

Mit 18 Fußgruppen war der närrische Lindwurm am Samstag noch ein bisschen länger geworden: Wohlgelaunt zogen die Jecken vorbei an den Schaulustigen, die dichtgedrängt standen. Trocken blieb es die Zeit über auch – wenn es regnete, handelte es sich lediglich um Kamelle. 

Von Dorothee Zimmer

Es gibt eine interessante Parallele zwischen dem Karnevalsumzug in Metelen und dem in Düsseldorf: Am Samstag bildete der Spielmanns- und Fanfarenzug (SFZ) die Spitze des närrischen Lindwurms in der Gemeinde, und heute sind es ebenfalls die Metelener Musiker, die beim Rosenmontagszug in der Landeshauptstadt vorneweg marschieren. „Wir laufen dieses Mal an erster Stelle“, erzählte Geschäftsführer Cornelius Ernsting von der erhaltenen Nachricht über die Platzvergabe, auf die der SFZ keinen Einfluss hatte.

Bevor die Musiker in dieser exponierten Stellung vorgestern den Zug in rund anderthalb Stunden von der Grundschule über mehrere Straßen bis hin zum Bürgerhaus führten, zündete der karnevalistische Funke bei Musik und Getränken bereits geraume Zeit zuvor auf dem Schulhof. Der SFZ hatte im fünften Jahr bei der von ihm organisierten Veranstaltung die Verweildauer zwecks entsprechender Einstimmung etwas ausgedehnt. Leicht angestiegen war auch die Zahl der Mitwirkenden. „Heute sind 18 Fußgruppen dabei“, freute sich Ernsting. Ebenfalls mit von der Partie waren die Musikerkollegen des Blasorchesters.

Es regnet Kamelle

Wohlgelaunt zogen die Jecken vorbei an den Schaulustigen, die besonders an der Schule und im Ortskern dichtgedrängt standen. Trocken blieb es die Zeit über auch – wenn es regnete, handelte es sich lediglich um Kamelle. Und das war dann doch verhältnismäßig oft der Fall.

Immer wieder bejubelt wurde auch das Prinzenpaar Holger I. und Steffi I., das seinerseits mit dem großen Gefolge aus den Reihen der KG Stadtwacht stets freundlich ins närrisch Volk winkte. Solange die beiden amtieren, ist der Marienweg, an dem das Ehepaar wohnt, kurzerhand umbenannt worden. „Unsere Straße heißt jetzt Prinzenallee“, erklärte Prinzenpaarnachbar und -freund Frank Fleige.

Wie ein Prinzendasein auch Einstellungen verändern kann, das weiß zum Beispiel Doris Pabel. In der letzten Session bildete sie zusammen mit ihrem Mann Carsten das Prinzenpaar, und das sei nach anfänglicher Zurückhaltung „einfach toll“ gewesen. Es habe Zeiten gegeben, sagte Pabel, da seien sie über die Karnevalstage weggefahren. „Aber jetzt bin ich total närrisch geworden.“

Gutes Karnevalspflaster

Und dass Metelen dafür ein gutes Pflaster ist, findet Marianne Flashoff aus Hagen. Sie ist zu Besuch und hat den Umzug zum ersten Mal gesehen. „Ich fand ihn sehr schön und bin begeistert, dass in dieser kleinen Gemeinde so viele mitmachen und so etwas auf die Beine stellen.“

Mehr zum Thema



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4663325?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686835%2F