Di., 19.09.2017

Grundschule Runde um Runde für den Zirkus

Kilometerweit rannten die Grundschüler bei ihrem Sponsorenlauf. Dokumentiert wurde dies ganz genau: Für jede Runde gab es einen Stempel in der Laufliste.

Kilometerweit rannten die Grundschüler bei ihrem Sponsorenlauf. Dokumentiert wurde dies ganz genau: Für jede Runde gab es einen Stempel in der Laufliste. Foto: Dorothee Zimmer

Metelen - 

Weil sie ihr Zirkusprojekt im kommenden Schuljahr finanzieren wollen, legten sich jetzt die Grundschüler sportlich ins Zeug. Im Rahmen eines Sponsorenlaufs sammelten sie Runde um Runde Geld, mit dem der Förderverein den Zirkusbesuch an der Schule bezahlt.

Von Dorothee Zimmer

Steffen steht an diesem Morgen beim Sponsorenlauf der Grundschule wieder mal am Tisch, auf dem ihm Lehrerinnen einen weiteren Stempel auf seinen Laufzettel drücken. Sieben Mal hat der Erstklässler schon die 700-Meter-Laufstrecke längs über den Sportplatz an der Walkenmühle und an einem Abschnitt entlang der Vechte zurückgelegt. Er nutzt die kurze Pause am Stempeltisch zum Verschnaufen, dann soll’s weitergehen. Wie oft noch? „Mal sehen, ich will möglichst viele Runden schaffen“, erklärt der Junge.

Mit ihm ist die ganze Schule unterwegs, Schüler, einige Lehrerinnen, Väter, Mütter sowie Hausmeister Christian Brüning. Insgesamt sind es etwa 300 Läufer, schätzt Cordula Heeke-Bültbrun, die Vorsitzende des Fördervereins, der Kaffee an die vielen zuschauenden Eltern und Großeltern ausschenkt und kalte Getränke an die vorbeikommenden Läufer. Nach mehreren Jahren Pause haben die Förderer diesen Sponsorenlauf aus konkretem Anlass organisiert: „Nächstes Jahr, gegen Ende des Schuljahres, wollen wir wieder ein Zirkusprojekt durchführen. Und dafür brauchen wir Geld.“

Um 9.30 Uhr gibt Schulleiter Thomas Wis­sing den Startschuss, anderthalb Stunden später läutet er mit einem Signalton das Ende ein. Er ist beeindruckt von der großen Motivation und dem Engagement, das die Läufer gezeigt haben: „Ich spreche euch ein megaschweres Lob aus. Ihr seid gelaufen wie die Weltmeister.“ Ersten Schätzungen der stempelgebenden Lehrerinnen zufolge lag der Durchschnitt bei zehn Runden. Lilly aus der vierten Klasse zum Beispiel hat exakt diese Marke erreicht. „War’s anstrengend?“, fragt ihre Mutter. „Ja, ein bisschen schon“, nickt die Tochter.

Auf die Strecke begibt sich ein ums andere Mal auch der Hausmeister. Seinen Laufzettel hat er am Stempeltisch abgelegt. Als Erwachsener sticht er aus der Menge heraus. So stempeln die Lehrerinnen seinen Zettel nach jeder Runde ab, ohne dass er anhalten muss. Laut Heeke-Bültbrun hat er für jede seiner Runden „etliche Sponsoren gefunden, das macht sich in der Kasse ganz schön bemerkbar“.

Am Ende bringt es der Schul-Hausmeister auf 17 Runden und damit auf etwa zwölf Kilometer. Brüning sagt, er sei Hobbyläufer und dass er den Lauf gern mit seinem persönlichen Einsatz unterstützt habe: „Weil’s für unsere Schule ist.“



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