Mi., 20.09.2017

Vegane Messe Fleischlose Zeiten für Lady und Hunter

Verführerische Leckerei für Hunter: Ingrid Hagen, die ihre beiden Hunde Lady und Hunter seit etwa fünf Jahren vegan ernährt, weiß, was der Parson-Russell-Terrier besonders gerne mag.      

Verführerische Leckerei für Hunter: Ingrid Hagen, die ihre beiden Hunde Lady und Hunter seit etwa fünf Jahren vegan ernährt, weiß, was der Parson-Russell-Terrier besonders gerne mag.       Foto: Dieter Huge sive Huwe

Metelen - 

Ingrid Hagen lädt erneut zur Messe „Go vegan“ ein. Am ersten Oktobersonntag wird im Bürgerhaus nicht nur gezeigt, wie lecker und gesund Küche sein kann, die ohne tierische Produkte auskommt. Auch Vorträge, etwa zur Zahngesundheit oder zu Kräutern, ergänzen das Programm. 

Von Dieter Huge sive Huwe

Fast schon hypnotisch ist der Blick, mit dem Hunter sein absolutes Lieblingsfressen taxiert. Allenfalls hebt er mal kurz die Ohren, wenn er ein Geräusch hört, ansonsten gilt die volle Aufmerksamkeit des Terriers – einem Wildapfel. Und das bei einem Hund, der ein volles, blitzblankes Gebiss trägt, ein glänzendes Fell hat, trotz seiner 15 Jahre aufmerksam das Geschehen rings um ihn herum verfolgt – und Veganer ist.

Alternative Ernährungsform

Natürlich war das nicht die Entscheidung des Hundes selber, sondern die seines Frauchens. Ingrid Hagen, die in Metelen Vorreiterin der alternativen Ernährungsform ist und am ersten Oktobersonntag erneut ins Bürgerhaus zur Veganen Messe einlädt (Infokasten), hat es ausprobiert, ihren „Raubtieren“ die fleischlose Kost schmackhaft zu machen.

Neben dem quirligen Hunter ist da noch das Rhodesian-Ridgeback-Weibchen „Lady“, ein eher gemütlicher Hund, der aber ebenfalls dem Fleischkonsum abgeschworen hat, nachdem im Napf ausschließlich vegane Nahrung landete. Und es funktioniert, wie Ingrid Hagen während der Messe ausführen wird – in einer Gesprächsrunde, in der auch durchaus diskutiert werden darf über diesen tierischen Nebenaspekt der veganen Ernährungsweise.

Der Hauptfokus der Messe liegt allerdings auch diesmal wieder auf einem Mix aus selbst erleb- und verkostbaren veganem Essen und Vorträgen, die verschiedene Aspekte der Ernährung ohne tierische Produkte beleuchten.

„Gesundheit ist essbar!“ Davon ist Ingrid Hagen zeugt. Sie ist über die Jahre den Weg hin zur veganen Ernährung gegangen, hat viel selber experimentiert und dies in vier Kochbüchern, die es jetzt auch als Sammelband gibt, niedergeschrieben.

Allerfeinster Löwenzahn

Im vergangenen Jahr hat sie sich intensiv mit Kräutern beschäftigt, beispielsweise einen eigenen Grassaft kreiert. Sie schwärmt vom „allerfeinsten Löwenzahn“, der im Vorgarten wächst – kaum nachvollziehbar für viele, die da eher von „Unkraut“ sprechen. Die Metelenerin indes will – auch in einem Vortrag – ihren eigenen Weg in die vegane Küche aufzeigen: „Was anfangs noch unüberwindbar scheint und voller Verzicht, wird plötzlich zu Fülle und Vielfalt.“

Zahngesundheit ist ein weiteres Schwerpunktthema. „Das betrifft alle, auch die, die nicht vegan leben“, wirbt die Veranstalterin der Messe um Zuhörer, die sich beispielsweise über die aus Skandinavien stammende Zucker-Alternative namens Xylit informieren wollen. Knapp einhundert Jahre nach der Entwicklung des Industriezuckers entdeckt, soll das Mittel der Karies den Kampf ansagen.

Sehr persönlich gehalten ist ein Vortrag von Bertamaria Reetz, in dem die Frau ihren persönlichen Weg nach einer schweren Krebserkrankung hin zur vollkommenen Heilung beschreibt, wie es im Programm der Messe heißt.

Aber auch alle, die einfach einmal nur testen wollen, wie schmackhaft vegane Küche sein kann, sind ins Bürgerhaus eingeladen. Entdeckungen versprechen dabei der Rohkost-Burger ebenso wie die Aprikosen-Mandel-Milch, erntefrische Früchte aus Spanien oder morgenländische Gewürze.



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