Fr., 22.09.2017

Ganz offiziell radeln Bürgerradweg Samberg freigegeben

Sie eröffneten  am Donnerstag offiziell den Bürgerradweg: Bürgermeister Gregor Krabbe (Mitte), die Mitglieder des Bürgerradwegvereins Christoph Herdering (r.), Dietmar Deitermann (2.v.r.), Ludger Wensing (4.v.r.), Reinhard Brüning (links neben Krabbe), außerdem Bauamtsleiter Stefan Weßling (3.v.r.) sowie Sponsoren und Interessierte.

Sie eröffneten  am Donnerstag offiziell den Bürgerradweg: Bürgermeister Gregor Krabbe (Mitte), die Mitglieder des Bürgerradwegvereins Christoph Herdering (r.), Dietmar Deitermann (2.v.r.), Ludger Wensing (4.v.r.), Reinhard Brüning (links neben Krabbe), außerdem Bauamtsleiter Stefan Weßling (3.v.r.) sowie Sponsoren und Interessierte. Foto: Dorothee Zimmer

Metelen - 

Viele Metelener nutzen ihn schon seit Monaten, aber erst am Donnerstagmorgen wurde er ganz offiziell eröffnet, der neue Radweg an der Schöppingener Straße. Ohne die Initiative von Anliegern und die Unterstützung vieler Spender wäre der Ausbau nicht möglich gewesen.

Von Dorothee Zimmer

Ludger Wensing hatte am Donnerstagmorgen „Spaß inne Backen“, Reinhard Brüning sprach von einem „Glücksgefühl“ und Christoph Herdering sowie Dietmar Deitermann sagten, sie seien „auf das Erreichte auch ein bisschen stolz“. Anlass für die kollektive Freude war für die vier Mitglieder des Bürgerradwegvereins Metelen-Samberg die offizielle Eröffnung der Radeltrasse parallel zur Landstraße 582 in Richtung Schöppingen, die es ohne den Einsatz der vier Männer nicht gäbe.

Bemühungen, an der vielbefahrenen Straße einen vernünftigen Radweg hinzubekommen, habe es schon vor 20 Jahren gegeben – damals jedoch ohne Erfolg, skizzierte Vorsitzender Wensing den Verlauf. Vor zwei Jahren machten die insgesamt sechs Anlieger erneut einen Vorstoß, und dieses Mal stieß er auf Gehör. Die Verwaltung, die selbst einen Teil zur Finanzierung beisteuerte, bemühte sich um Fördergelder beim Land und beim Kreis, und der eigens zu diesem Zweck gegründete Verein warb vielerorts für das Projekt.

Er sammelte etwa 12 000 Euro Spenden und baute den 2,5 Meter breiten und 1,5 Kilometer langen Weg mit weiteren Helfern nahezu in Eigenregie aus. „Lediglich die Asphaltarbeiten haben wir an eine Firma vergeben“, sagte der zweite Vorsitzende Herdering. Die Gesamtkosten bezifferte Brüning, im Verein für die Finanzen zuständig, auf rund 100 000 Euro. Außerdem sagte er, die Anlieger hätten die für den Ausbau benötigten Grundstücke „zu Dumpingpreisen“ abgegeben.

Schon seit dem Frühsommer ist der Radweg befahrbar. Dass er erst jetzt offiziell seiner Bestimmung übergeben wurde, aber trotzdem bis dato noch nicht in die Verantwortlichkeit des Landes übergegangen ist, liegt laut Brüning an noch laufenden Vermessungen von Straßen.NRW.

„Diese Arbeiten werden sich auch noch weiter hinziehen, weil jetzt die Maisernte abgewartet wird.“ Solange aber eine Übergabe nicht erfolgt sei, stehe der Verein ungewollt in der Verkehrssicherungspflicht. Diese Aufgabe gab der Verein gestern an die Verwaltung weiter: Nun wird sie die Angelegenheit mit dem Land abwickeln.

„Der gemeinsame Wille“ sei ausschlaggebend für den Erfolg des Projektes gewesen, meinte Bürgermeister Gregor Krabbe. Er zitierte einen Großunternehmer mit den Worten: „Wenn man etwas will, dann findet man auch Lösungen.“ Die Aktionen des Vereins, die Menschen, die gespendet und sich eingesetzt hätten – in der Summe habe all das zum Erfolg geführt. „Das Gelingen hier könnte ein gutes Beispiel sein für andere Projekte in unserer Gemeinde.“



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