Fr., 22.09.2017

Nikolausverein Ortsjubiläum brachte das Startkapital

Spannung pur liegt in der Luft, wenn der Nikolaus in die Häuser kommt. Eltern geben ihm meist Hinweise fürs Goldene Buch.

Spannung pur liegt in der Luft, wenn der Nikolaus in die Häuser kommt. Eltern geben ihm meist Hinweise fürs Goldene Buch. Foto: Nikolausverein Metelen

Metelen - 

Seit einem halben Jahrhundert kümmert sich der Nikolauverein um den ganz besonderen Festtag aller Kinder.

In Metelen hat der Nikolaus schon im September Stress – zumindest in diesem Jahr. Der Ort an der Vechte ist genau genommen eine wahre Hochburg für den Geschenke bringenden, aber auch mahnenden Bischof, der in der Gemeinde gar in Mannschaftsstärke antreten kann. In diesem Jahr kann der Nikolausverein Metelen seinen 50. Geburtstag feiern, auch wenn viele altgediente Bart- und Stabträger schon etwas älter zu sein scheinen.

Dem 5. und 6. Dezember wurde in Metelen immer schon besondere Aufmerksamkeit geschenkt. So organisierten Mitglieder von Matellia Metelen und einige Nachbarschaften schon viele Jahre vor dem 18. November 1967 – dem offiziellen Gründungsdatum des Nikolausvereins Metelen 1967, der seit 2004 auch als gemeinnütziger Verein anerkannt und eingetragen wurde – den besonderen Besuch des Heiligen und seines schwarzen und schweigsamen Knechts Ruprecht.

Damals war Geld von den Feierlichkeiten „1075 Jahre Metelen“ übrig geblieben und wurde sozusagen als Startkapital für den Verein verwandt, der nun möglichst vielen Kindern am Vorabend des Nikolaustages strahlende Augen bescheren sollte.

Der Verein, der sich durch ehrenamtliches Engagement ohne Beiträge und durch Spenden am Leben erhält, beglückt in 24 Bezirken seither Jung und Alt. „Da steckt eine Menge Liebe und Organisation von ganz vielen dahinter“, weiß Reinhard Zie­lonka, der als aktueller Vereinsvorsitzender schon lange bei der guten Sache mitmacht. „Wir arbeiten neben den beiden Hauptfiguren je Mannschaft noch mit einem ,Vorläufer‘, der sich von den Eltern kleine Geschenke und ein paar Aspekte für die Ansprache des Mitra-Trägers besorgt und zuerst an der Haustür klingelt“, erläuterte Geschäftsführer Franz Laurenz.

„Im Laufe der Jahre sind die Kinder natürlich pfiffiger und neugieriger geworden. So wollte der Sohn eines nicht ganz unbekannten Wirtes hier am Ort die besonders gekleideten Besucher necken und hatte mit seinem Freund schon etwas ausgeheckt. Aber als der Nikolaus nicht nur die üblichen Ermahnungen abspulte, sondern auch wusste, dass der Filius mit seinem Freund ein paar Tage vorher verbotenerweise auf einem Bagger herumgeturnt war – was der Nikolaus höchstpersönlich gesehen hatte – war der Mut verraucht“, amüsierte sich Zielonka.

Diese und andere Geschichten gibt es sicherlich auch heute Abend zu hören, wenn der Nikolausverein im Bürgerhaus sein Jubiläum begeht und mit Helfern und Freunden ab 19 Uhr den Vereinsgeburtstag feiert.



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