Sa., 23.09.2017

Katholische Pfarrgemeinde Organist, Küster und Chorleiter geht

Immer im Dienst der Gemeinde: Ob am Spieltisch der Kirchenorgel oder beim Überprüfen der liturgischen Gerätschaften in seiner Tätigkeit als Küster – Udo Nobis war 13 Jahre lang eines der markanten Gesichter der Pfarrei Ss. Cornelius und Cyprianus.

Immer im Dienst der Gemeinde: Ob am Spieltisch der Kirchenorgel oder beim Überprüfen der liturgischen Gerätschaften in seiner Tätigkeit als Küster – Udo Nobis war 13 Jahre lang eines der markanten Gesichter der Pfarrei Ss. Cornelius und Cyprianus. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Metelen - 

Udo Nobis verlässt nach 13 Jahren, in denen er für die Pfarrgemeinde Ss. Cornelius und Cyprianus als Kirchenmusiker und Küster tätig war, die Pfarrei und wechselt nach Reken. Nobis setzte vor allem im Bereich der Chormusik Akzente. Die Pfarrei sucht bereits einen Nachfolger.

Von Dieter Huge sive Huwe

„Ich habe jetzt das Alter, in dem ich mich noch einmal neu orientieren möchte.“ Udo Nobis sagt diesen Satz mit dem gebotenen Ernst, denn in der Konsequenz, die er für seinen beruflichen Werdegang gezogen hat, bedeutet dies, dass er die Pfarrei Ss. Cornelius und Cyprianus verlassen wird. 45 Jahre alt ist der Organist, Küster und Chorleiter der katholischen Pfarrei jetzt – eben genau das Alter, in dem eine Veränderung biografisch Sinn macht.

Auf der anderen Seite schwingt bei Nobis auch ein wenig Wehmut mit, denn nach 13 Jahren im Dienste der Kirche vor Ort ist er fest verwurzelt in der Gemeinde – und das betrifft nicht nur die Arbeit auf der Orgelbühne und für die Pfarrei.

Aus Borken, seiner Heimatstadt, war er 2004 nach Metelen gewechselt. Und in die Nähe dieser ersten Wirkungsstätte zieht es ihn auch jetzt zurück. St. Heinrich heißt die Pfarrgemeinde in Reken, in der Nobis künftig für den gesamten Bereich der Kirchenmusik zuständig sein wird. „Das ist eine Stelle als koordinierender Kirchenmusiker“, beschreibt er, dass er für insgesamt vier Gotteshäuser, die in den Ortsteilen der Kommune stehen, die musikalische Begleitung der Gottesdienste organisieren muss. Er sitzt also nicht nur alleine an den Spieltischen der Orgeln, sondern muss auch die Laienmusiker einsetzen.

Apropos Spieltisch. Den der Metelener Stiftskirche werde er vermissen, das gibt Nobis gerne zu. Denn das Instrument, mit dem er seit mehr als einem Dutzend Jahren vertraut wurde, hat eine Qualität, die er in Reken allenfalls bei einer der vier Orgeln finden wird. „Nur eine kann der in Metelen in etwa das Wasser reichen. Was das angeht, ist der Wechsel schon ein Rückschritt“, sagt Nobis.

Andererseits bedeute die neue Aufgabe auch mehr Verantwortung, und letztlich – auch das ist dem Wahl-Metelener wichtig – arbeitet er demnächst ein ganzes Stück näher an seinem Heimatort Borken.

Nobis hinterlässt auch bei den vier Chören, die er betreut, eine Lücke. „Als ich hier angefangen habe, gab es nur den Kirchenchor“, blickt der Chorleiter zurück. Kinder, Teenie- und Jugendchor, der später dann zum Cantemus-Ensemble wurde – Nobis hat Akzente gesetzt. Hörbar wird dies nochmals am 6. Oktober, wenn der Förderkreis Kirchenmusik zu einer kirchenmusikalischen Nacht einlädt. „Das war aber geplant, bevor ich bekannt gegeben habe, dass ich nach Reken wechsele“, so Nobis, der sich auf das Konzert freut.

„Wir sind sehr traurig, dass Herr Nobis geht. Wir verlieren damit einen guten Mann“, erklärte Pfarrer Thomas Stapper für die Kirchengemeinde. Noch bis Weihnachten werde Nobis für die Gemeinde tätig sein. Die Stelle eines neuen Kirchenmusikers ist mittlerweile ausgeschrieben und auf zunächst 34 Wochenstunden begrenzt – Erweiterungsoption inklusive.



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