Di., 26.09.2017

Treckerfreunde Reiche Ernte

Zentnerweise holten Metelens Treckerfreunde, unterstützt von vielen Kindern, die Erdknollen vom Feld. Alte Ackergeräte sorgten für nostalgische Stimmung bei den Erwachsenen, bergeweise Kartoffeln für Stolz auf den Sammelerfolg bei den Mädchen und Jungen.

Zentnerweise holten Metelens Treckerfreunde, unterstützt von vielen Kindern, die Erdknollen vom Feld. Alte Ackergeräte sorgten für nostalgische Stimmung bei den Erwachsenen, bergeweise Kartoffeln für Stolz auf den Sammelerfolg bei den Mädchen und Jungen. Foto: Martin Fahlbusch

Metelen - 

Metelens Treckerfreunde hatten Groß und Klein zur Kartoffelernte mit nostalgischem Ackergerät an den Alt Langenhorster Damm eingeladen. Doch nicht nur die mechanischen Erntehelfer waren gefordert, sondern auch die Mädchen und Jungen, die die Erdknollen vom Acker lasen. 

Von Martin Fahlbusch

„Papa, guck mal, ich habe eine Hühnchenfuß-Kartoffel gefunden.“ Finja Lewing weiß Bescheid, denn zu Hause kennt sich die Tochter von Landwirt Christian Lewing mit Hühnern und Schweinen bestens aus. Ihr Vater wiederum ist ein engagiertes Mitglied der Treckerfreunde Metelen und die haben an diesem Morgen Groß und Klein an den Alt Langenhorster Damm eingeladen.

Fotostrecke: Kartoffelernte der Treckerfreunde

Und das mit gutem Grund. Es soll heute eine „Kartoffelernte wie früher“ steigen und dafür müssen die Erntehelfer erst einmal in die Hocke gehen, sich tief bücken oder einfach – wie es die meisten Jungen und Mädchen machen – auf allen Vieren über das vorgerodete Feld krabbeln. So ist man näher an den Erdknollen, um die es an diesem leicht bedeckten Morgen geht.

„Vor Monaten haben wir hier von den Treckerfreunde Pflanzkartoffeln mit alten Maschinen und zumeist in Handarbeit gesetzt. Jetzt wollen wir mit Hilfe unserer Oldie-Trecker, Hänger, Roder und der Löffelegge wie vor vielen Jahren die schmackhafte Ernte einsammeln“, freut sich Martin Grotegerd über den guten Zuspruch auf die Einladung.

Nicht erst beim Stichwort „Löffelegge“ werden auch einige Erwachsene, die sich dieses Schauspiel nicht entgehen lassen wollen, richtig hellhörig. „Genau“, erinnern sich Heiner Wienefoet und seine Frau aus Ochtrup, „wie damals wurde über das eigentlich schon abgeerntete Feld noch einmal die Löffelegge gezogen, damit auch die letzten, verstreuten Kartoffelknollen den Weg ans Licht und in den Sack fanden.“ Ihr Enkel Jan ist dieweil mit Eifer und Jonas an der Handkurbel der Sortiermaschine zugange. Kleine, grüne und angeschnittene oder leicht faulende Kartoffeln werden über das handbewegte Rüttelband aussortiert. „So genau weiß ich auch nicht, wo wir das alte Schätzchen aufgetrieben haben. Da müssen wir gleich mal unseren ,Kartoffelbeauftragten‘ Martin Konert fragen“, bemerkt Martin Grotegerd launisch grinsend.

Aber der Angesprochene hat im Moment keine Zeit. Er ist dabei, eine alte Waage zu eichen. Und weil auf der Wiegeeinheit seine selbst geschweißte Sackschütte zum Einsatz kommen soll, muss ein großer Knarrenschlüssel auf der anderen Waagschale für die notwendige Tara-Genauigkeit sorgen. Jeweils 12,5 Kilo frisch geerntete und sortierte Kartoffeln wandern dann in die vorbereiteten Säcke.

„Wir haben uns übrigens für die Sorte Caprice entschieden. Die ist echt bio, krautfäuleresistent und unsere Ware ist natürlich ungespritzt“, preist Martin Grotegerd die tollen Knollen an. Und siehe da, es dauert nicht lange, da halten vorbeifahrende Rad- und Autofahrer an, um sich gegen ein paar Euro zu bevorraten. „Alle haben Spaß und wir ein Startkapital für unsere Treckerfreunde-Weihnachtfeier“, schmunzelt Martin Konert zufrieden.

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