Mi., 27.09.2017

Grundschule Schulwegplan als Ping-Pong-Spiel?

Warnschilder allein reichen nicht aus, um eine sichere Querung der Schöppingener Straße für die Grundschüler zu organisieren. Eine Querungshilfe und Tempo 30, wie am Mühlentor, dürften dafür das Minimum darstellen.

Warnschilder allein reichen nicht aus, um eine sichere Querung der Schöppingener Straße für die Grundschüler zu organisieren. Eine Querungshilfe und Tempo 30, wie am Mühlentor, dürften dafür das Minimum darstellen. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Metelen - 

„Wann liegt sie denn nun endlich auf dem Tisch, die neue Schulwegplanung?“, fragte die UWG-Fraktion die Verwaltung im Hauptausschuss. Die Antwort war überraschend: Es sei zunächst einmal Sache der Schule selber, den sichersten Schulweg für die Grundschüler zu benennen.

Von Dieter Huge sive Huwe

In ihrer Schlussrunde war die vor sich hinplätschernde Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Montagabend, als die Wogen plötzlich hoch gingen. Christian Edler von der UWG brachte das Fass ins Rollen, als er nachfragte, was denn nun mit dem lange angekündigten Schulwegplan für den neuen Standort der Grundschule am Freistein sei.

Bürgermeister Gregor Krabbe gab eine nicht nur für Edler überraschende Antwort: „Das Schulwegkonzept festzulegen ist zunächst einmal Sache der Schulkonferenz. Sie berät und entscheidet über den sicheren Schulweg.“ Aufgabe der Gemeinde sei es danach, sich mit der Umsetzbarkeit dieser Planung zu befassen, diese daraufhin abzuklopfen, ob sie finanziell und auch rechtlich – etwa bei der Aufstellung von Verkehrsschildern – umsetzbar sei. Danach folge die Rückmeldung bei der Schule. Das Thema werde aber bereits angegangen, so der Bürgermeister. In groben Zügen liege das Konzept vor. Die Schulkonferenz, die neu zusammengesetzt worden sei, werde im Oktober tagen und sich mit dem Thema beschäftigen.

Im Ausschuss rief diese Darstellung Unmut und Ärger hervor. Jürgen Pohlmann beklagte, dass die Politik nur noch die Aufgabe habe, „abzunicken“. Ansgar Stening (UWG) ärgerte sich: „Wir werden ausmanövriert.“ Das Hin- und Hergeschiebe der Schulwegplanung zwischen Schule und Verwaltung bezeichnete er als „Ping-Pong-Spiel“. Der Fraktionssprecher der Wählergemeinschaft erinnerte in aller Deutlichkeit daran, dass es einen Beschluss gebe, nach dem die Verwaltung bereits vor der Sommerpause hätte informieren müssen. Stening: „Ich bin verwundert, wie jetzt der Planungsstand ist.“ Er erklärte, dass die UWG ihre Zustimmung zum Standort Freistein von einem Schulwegkonzept abhängig gemacht habe: „Das haben wir doch lang und breit diskutiert.“

Reinhard Brüning (CDU) versuchte, die Wogen zu glätten, indem er deutlich machte, dass in der Frage kein Zeitdruck bestehe. „Eltern und Lehrkörper beschäftigen sich doch längst mit dem Thema.“ Stening beruhigte dieser Blick auf die Zeitachse nicht. Er zeigte sich „enttäuscht“ darüber, dass die Informationen über das Planungsverfahren bisher nicht vermittelt wurden.



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