Di., 03.10.2017

Vegane Messe „Power ohne Ende“ durch Rohkost

Probieren, informieren, zuhören: Die vegane Messe bot den Besuchern erneut ein breites Angebot rund um die Ernährung ohne tierische Produkte.

Probieren, informieren, zuhören: Die vegane Messe bot den Besuchern erneut ein breites Angebot rund um die Ernährung ohne tierische Produkte. Foto: Irmgard Tappe

Metelen - 

Das Spektrum der Aussteller der jüngsten veganen Messe im Bürgerhaus war breit gefächert. Beim Publikum kamen vor allem die Probierhäppchen gut an. Aber auch die Vorträge und Diskussionen rund um die Ernährung ohne tierische Produkte fanden interessierte Zuhörer.

Von Irmgard Tappe

Was mag einen überzeugten Veganer dazu gebracht haben, dass er konsequent auf jegliche Tierprodukte verzichtet? Antworten gibt es an diesem Sonntag viele während der Messe „Go vegan“ im Bürgersaal. Kostproben aus der veganen Küche auch.

Fotostrecke: Vegane Messe

Zum Beispiel bei Ursel und Jürgen, an deren Stand wohl kaum ein „Go vegan“-Besucher achtlos vorbeigeht. Aus ethischen Gründen sei sie Veganerin geworden, erzählt Ursel, während sie den Besuchern von ihren eigenhändig kreierten, veganen Leckereien probieren lässt. Sauerkrautbrot, Essener Brot aus gekeimtem Buchweizen, roh-vegan zubereitete Burger und vieles mehr. Als gelernte Köchin experimentiert Ursel gern in ihrer Küche. „Die vegane Kost bekommt mir ausgezeichnet. Seitdem ich mich rohvegan ernähre, sind meine Blutwerte viel besser. Ich habe Power ohne Ende und brauche keinen Mittagsschlaf mehr“, spricht sie den gesundheitlichen Aspekt als positive Begleiterscheinung an.

Von ähnlichen Erfahrungen berichtet auch Messeinitiatorin und Rohveganerin Ingrid Hagen. Vegane Kost bringe ihr Energie und Klarheit und schärfe ihre Sinne. Bis vor fünf Jahren habe sie noch hin und wieder Fleisch, Fisch und Tierprodukte verzehrt. Beim Zubereiten von Fisch sei die endgültige Wende gekommen. „Der Zander bog sich, als wolle er mir den grausamen Elendsweg zeigen, den er gehen musste, bevor er in der Pfanne landete. In dem Moment habe ich beschlossen, dass für mich kein Tier der Welt mehr leiden muss. Ich liebe Tiere“, betont sie.

Und dann – voilà – präsentiert sie den Besuchern Pink Paul. „Damit stelle ich Ihnen hier und heute erstmalig eine weltweit neue Schweinerasse vor, das Münsterländer Herzensschwein“, ruft sie ins Publikum. Pink Paul ist allerdings kein Schwein aus Fleisch und Blut, sondern die Nachbildung eines Spanferkels mit Symbolcharakter. Hagen appelliert an die Besucher, einen Pink Paul zu erwerben und ihn zum ständigen Begleiter zu machen. „Spanferkel“, sagt sie, „sind Schweinebabys, die der Mutter entrissen werden und auf dem Grill landen. Das will Pink Paul uns bewusst machen.“

Die Besucher haben während der Messe verschiedene Möglichkeiten, sich mit der Philosophie der Veganer auseinanderzusetzen. Etwa bei informativen Vorträgen, die unter anderem gesundheitliche Aspekte der veganen Küche in den Fokus rücken. „Wenn wir uns vernünftig ernähren, ist unser Speichel sogar in der Lage, die Zahnzwischenräume zu reinigen“, spricht Ingrid Hagen die Vorteile veganer Ernährung für die Zahngesundheit an. Neben dem üblichen Zähneputzen empfiehlt sie Mundspülungen mit antibakteriellen Kräutern und Verzicht auf Fabrikzucker. Zwar ist Zucker kein Tierprodukt, gilt aber als größter Feind der Zähne. Hagen bezeichnet ihn als Suchtmittel, Krank- und Dickmacher. Die Aussteller von „Go Vegan“ hatten schmackhafte Alternativen und Tipps im Angebot.

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