Do., 05.10.2017

Atomprotest Antiatom-Aktivisten blockieren Uranzug von zwei Seiten

Antiatom-Aktivisten   machten ihren Protest gegen die Urananreicherungsanlage in Gronau erneut mit einer Blockadeaktion deutlich. Hier haben sich drei der jungen Leute an einen Betonblock im Schienenbett angekettet. Zwei Sympathisanten versorgen sie.

Antiatom-Aktivisten   machten ihren Protest gegen die Urananreicherungsanlage in Gronau erneut mit einer Blockadeaktion deutlich. Hier haben sich drei der jungen Leute an einen Betonblock im Schienenbett angekettet. Zwei Sympathisanten versorgen sie. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Metelen/Steinfurt - 

Die Bahnstrecke ist seit dem frühen Abend durch Atomkraftgegner blockiert. Die Aktivisten hatten sich an zwei Stellen im Gleisbett aneinander gekettet und so einen Zug, der die Urananreicherungsanlage in Gronau zum Ziel hatte, von beiden Seiten bockiert

Von Dieter Huge sive Huwe

Nichts ging mehr auf der Bahnstrecke Münster-Gronau, nachdem sich am Donnerstagabend gegen 17.45 Uhr drei Aktivisten im Gleisbett zwischen den Bahnhöfen Metelen-Land und Burgsteinfurt im Gleisbett aneinander gekettet hatten. Auch kurz vor Gronau blockierten drei weitere Aktivisten mit ihren Körpern die Trasse.

Zwischen den beiden Blockadestellen steckte ein Transportzug fest, der laut einer Mitteilung, welche die Antiatom-Aktivisten an die Presse schickten, die Urananreicherungsanlage in Gronau zum Ziel hatte. Als Taktik wurde in dem Schreiben angegeben, dass der Zug durch dieses Vorgehen keine Möglichkeit habe, auf einer Umleitungsstrecke die Anlage der Firma Urenco in Gronau, zu erreichen.

Einheiten der Polizei rückten zu dem Waldstück zwischen Burgsteinfurt und Metelen aus, in dem die Trasse verläuft, ein Polizeihubschrauber beobachtete das Geschehen aus der Luft.

Dieses war nicht zum ersten Mal von den Atomkraftgegnern als Schauplatz ihres Protestes ausgewählt worden. Schon vor Jahren etwa hatte sich eine Aktivistin über die Strecke abgeseilt und sie so blockiert. Auch das Anketten an einem Betonblock im Gleisbett war auf der Strecke schon praktiziert worden.

Fachleute der Polizei mussten die Aktivisten jeweils mit Spezialgerät abseilen bzw. freischneiden. Diese Aktionen zogen sich seinerzeit über Stunden hin. Und auch diesmal hatten sich die jungen Leute gewappnet, vor allem gegen die kalten Temperaturen zwischen den Schienen.



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