Sa., 28.10.2017

Kulturinitiative Metelen und Kolpingfamilie Fairen Handel ins Netz bringen

Werben für das gemeinsame Video-Projekt, das fair gehandelte Produkte in den Fokus nimmt (v.l.): Brigitte Schmitter-Wallenhorst und Clara Beutler von der Kulturinitiative Metelen sowie Kornelia Wiechers und Birgit Krude von der örtlichen Kolpingfamilie.

Werben für das gemeinsame Video-Projekt, das fair gehandelte Produkte in den Fokus nimmt (v.l.): Brigitte Schmitter-Wallenhorst und Clara Beutler von der Kulturinitiative Metelen sowie Kornelia Wiechers und Birgit Krude von der örtlichen Kolpingfamilie. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Metelen - 

1000 Euro aus dem PSD-Bürgerprojekt sind der Kulturinitiative Metelen (KIM) und der örtlichen Kolpingfamilie bereits sicher. Am 10. November wird sich zeigen, ob sie in der Finalrunde weitere Unterstützung für ihre Idee, in der Medienwerkstatt der Kulturetage den fairen Handel und seine Produkte vor Ort in den Fokus zu nehmen, bekommen.

Von Dieter Huge sive Huwe

Sie waren spät dran, sind aber trotzdem drin. Die Kulturinitiative Metelen (KIM) und die örtliche Kolpingfamilie sprangen erst kurz vor Torschluss auf den Zug auf, sind jetzt aber im Rennen um einen der vorderen Plätze in einem Wettbewerb: Beim Bürgerprojekt 2017 der PSD Bank Westfalen-Lippe erreichten die beiden Vereine mit ihrem gemeinsamen Teilnahmeantrag für das diesjährige Motto „Kompetent und fair in der digitalen Welt“ zwar nicht mehr viele Stimmen im Publikumsvoting, wohl aber weckten sie die Aufmerksamkeit der Jury. 1000 Euro Fördersumme sind ihnen sicher, und möglicherweise steigt das Preisgeld noch in der Finalrunde.

„Bürgermeister Gregor Krabbe machte uns auf den Bürgerpreis aufmerksam“, berichtet Clara Beutler, die sich mit der KIM-Vorsitzenden Brigitte Schmitter-Wallenhorst sowie mit Birgit Krude und Kornelia Wiechers von der Kolpingfamilie im Eine-Welt-Laden getroffen hat.

Die Vernetzung der ehrenamtlichen Arbeit vor dem Hintergrund des Wettbewerb-Themas funktionierte bestens, denn die KIM will im Rahmen ihrer Medienwerkstatt in der Kulturetage den fairen Handel und seine Produkte vor Ort in den Fokus nehmen – und das wörtlich. „Wir wollen zeigen, was es vor Ort gibt, dies mit Videobeiträgen dokumentieren und öffentlich machen“, beschreibt Beutler.

Die Kolpingfamilie wiederum will die Aufmerksamkeit für fair gehandelte Produkte erhöhen, gerade auch bei jungen Menschen, die an dem Video-Projekt, das im kommenden Jahr laufen wird, mitmachen sollen.

„Ein Ansatz könnte ein Beitrag im Youtube-Format, ähnlich wie die Haul-Videos, sein“, nennt Beutler eine Möglichkeit zur Umsetzung des Themas. Während „klassische“ Internet-Hauls meist kommerzielle Produkte wie Mode unter die Lupe nehmen, könnte dieses Stilmittel auch mit Blick auf die Produkte des Fairen Handels eingesetzt werden.

Die KIM will vor allem junge Leute mit ihrem Projekt ansprechen, stellt aber deutlich heraus, dass die Medienwerkstatt für alle offen ist. Schwierig gestalteten sich die bisherigen Workshops vor allem wegen fehlender Ausstattung. „Geräte für ihre Filmworkshops sucht sich die KIM aufwendig zusammen und muss sich mit schlechtem Material zufriedengeben. Wir wollen das ändern und eine Medienwerkstatt einrichten: PCs mit professionellem Video-Schnittprogramm, Kameras, Tonangeln mit Mikro und Stative sollen in der Kulturetage ihr Zuhause finden. Das alles für gute Medien-Projekte mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen“, heißt es im Antrag für den PSD-Wettbewerb. Clara Beutler und Alesandra Willms formulierten ihn und der Jury gefiel es.

So schafften es die KIM und die Kolpingfamilie unter die letzten neun von insgesamt 32 teilnehmenden Initiativen. Am 10. November (Freitag) findet die Preisverleihung statt. Gut möglich, dass sich die Fördersumme dann nochmals erhöht. Die bereits eingelobten 1000 Euro sollen, wie auch schon eine zweite Förderung der Kulturetage durch Mittel des Kreises, in die technische Ausrüstung gesteckt werden.

Clara Beutler ist dabei wichtig, dass durch die Technik vor Ort weitere Projekte möglich sind, die sonst an der Ausstattung scheitern würden. Grundsätzlich stehe die Video-Ausrüstung auch anderen Vereinen und Verbänden zur Verfügung.

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Die KIM ist noch auf der Suche nach einem technikbegeisterten Metelener, der sich um die Ausrüstung kümmert. Ansprechpartnerin ist Clara Beutler (Telefon 01 76/ 96 51 84 41).

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