Fr., 03.11.2017

Klaus Prange verabschiedet sich aus dem Pfarreirat Der einzige „Metelaner“

Seit 2013 ist Klaus Prange Vorsitzender des Pfarreirats der katholischen Kirchengemeinde Ss. Cornelius und Cyprianus. Bei der anstehenden Wahl am 12. November (Sonntag) kandidiert er nicht mehr.

Seit 2013 ist Klaus Prange Vorsitzender des Pfarreirats der katholischen Kirchengemeinde Ss. Cornelius und Cyprianus. Bei der anstehenden Wahl am 12. November (Sonntag) kandidiert er nicht mehr. Foto: Dorothee Zimmer

Metelen - 

Seit 2013 ist Klaus Prange Vorsitzender des Pfarreirats der katholischen Kirchengemeinde Ss. Cornelius und Cyprianus. Bei der anstehenden Wahl am 12. November (Sonntag) kandidiert der 54-Jährige, der vor 17 Jahren der Liebe wegen nach Metelen kam, nicht mehr.

Von Dorothee Zimmer

Auf den Wahlzetteln für die Pfarreiratswahl der katholischen Pfarrgemeinde Ss. Cornelius und Cyprianus am 12. November (Sonntag) ist sein Name nicht mehr zu finden. Klaus Prange möchte ein neues Kapitel aufschlagen. Wie vor 17 Jahren, als er nach Metelen kam.

Bis sich Prange in Metelen wohlfühlte, dauerte es gar nicht lange. Als der gebürtige Horstmarer in die Vechtegemeinde zog, die Heimat seiner Frau Petra, knüpfte er schnell Kontakte. Einige bestanden bereits, so etwa zum späteren Bürgermeister Gregor Krabbe, der damals genau wie der Neubürger in der jeweils örtlichen Kolpingfamilie aktiv war. Prange, heute 54 Jahre alt, Postbeamter und Vater zweier Töchter, fühlte sich schnell integriert, so dass er schon früh einen Ausspruch tat, der wegen seiner nicht ganz lupenreinen Form eine kleine Korrektur nach sich zog. Er wollte sagen, dass er sich als Bürger des Ortes verstehe, und formulierte das so: „Ich bin ein Metelaner.“ Woraufhin jemand freundschaftlich meinte: „Du bist der einzige Metelaner, alle anderen sind Metelener.“

Prange lächelt, als er die Geschichte dieser Tage erzählt. Als kontaktfreudiger Mensch und Zugezogener, so resümiert er im Rückblick, habe er sich rasch bemüht, auf Ortsebene in Kirche, Gesellschaft und auch in der Politik mit dem Parteibuch der CDU Fuß zu fassen. „Meine Wurzeln liegen bei der Kolpingfamilie, mit 13 Jahren bin ich dort eingetreten, und sie und die Kirche sind ja dicht beieinander“, erklärt Prange sein Engagement in diesem Bereich. Von 2005 bis 2009 behielt er als Mitglied des damaligen Pfarrgemeinderates und von 2013 bis heute als Vorsitzender des Pfarreirates den ganz engen Draht zum kirchlichen Leben. Darüber hinaus war er in Horstmar Lektor und machte damit in Metelen weiter. Außerdem betreut er die Homepage der Kirchengemeinde.

„Mir ist der Glaube wichtig, für mich ist er gleichbedeutend mit Dankbarkeit, Hoffnung und Liebe.“ Die Beziehung zur Kirche, „die immer mein Weg bleiben wird“, sei indes kein Selbstläufer: „Da verhält es sich ähnlich wie mit einem trainierenden Fußballer, auch den Glauben muss man immer wieder aufwärmen.“

Er ist von Hause aus nicht nur kontaktfreudig, sondern verfügt über eine Eigenschaft, die bei all seinem Engagement – auch im Bestreben, Netzwerke zu gründen – hilfreich ist. „Ich bin ein Orga-Mensch“, sagt Prange, „ich bereite gerne Dinge vor und freue mich, wenn sie gut werden.“ So verhielt es sich in der Vergangenheit häufiger. Zu nennen wären da beispielsweise Pfarrfeste oder die Erstellung des lokalen Pastoralplans unter seiner Mitwirkung.

Jetzt will Prange diese Eigenschaft anderweitig einsetzen, bei den Pfarreiratswahlen kandidiert er nicht erneut. „In mir tickt auch das Marketingdenken“, erklärt er den beabsichtigen Wechsel in die Wirtschaft. Er will „gern bei dieser Aufbruchphase mit der eventuellen Gründung eines Marketingvereins“ dabei sein, die auf einem von der CDU entwickelten Wirtschaftsförderungskonzept basiert. „Das ist ein spannendes Kapitel“, findet Prange und schlägt damit für sich ein neues auf.



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