Fr., 05.01.2018

Knut Kargel stellt in der Kulturetage aus Kunst aus Tüten

Bauen eine künstlerische Brücke zwischen Metelen und Wettringen: Samuel Beutler (l.) und Knut Kargel, der am Sonntag in der Kulturetage ganz unterschiedliche Werke und Arbeitsstile präsentiert.

Bauen eine künstlerische Brücke zwischen Metelen und Wettringen: Samuel Beutler (l.) und Knut Kargel, der am Sonntag in der Kulturetage ganz unterschiedliche Werke und Arbeitsstile präsentiert. Foto: Martin Fahlbusch

Metelen - 

Die Kulturinitiative Metelen und die Künstlergemeinschaft Wettringen lassen eine Kunstachse zwischen den beiden Orten entstehen. So zeigt Knut Kargel ab Sonntag (7. Januar) in der Kulturetage unterschiedliche Werke und Arbeitsstile.

Von Martin Fahlbusch

Passend zum neuen Jahr macht die Kulturetage Metelen den nächsten Schritt. „Wir werden hier zur Ausstellungsfläche für bildende Kunst“, freut sich Samuel Beutler. Den letzten Anstoß zu diesem auch von der Kulturinitiative Metelen (KIM) gestützten Plan gab der bekannte Zufall.

Beutler war gebeten worden, bei einer Ausstellungseröffnung in Wettringen Klavier zu spielen. Das tat er nicht nur gerne, sondern lernte dort auch Mitglieder der Künstlergemeinschaft Wettringen (KGW) kennen. 2009 wurde die Kirche beziehungsweise Kapelle des Josefshauses profaniert. Sieben Jahre später hat sich die KGW eben dort gegründet. Ihre fünf Mitglieder leben und arbeiten seitdem in den beiden unteren Etagen des Gebäudes. Die Altarhalle im zweiten Obergeschoss wird seit 2017 als „Kunstkirche Josefshaus“ für Kunstausstellungen und -märkte genutzt. Knut Kargel, der vor Jahren schon Stadtmaler von Rheine war und danach am Möhnesee lebte und arbeitete, hat nun mit Kollegen sein kreatives Zuhause in den ehemaligen Kirchenräumen gefunden. „Was lag da näher, und weil wir trotz der örtlichen Nähe zwischen den Polen Josefshaus und Kulturetage Metelen kaum etwas voneinander wussten, nun eine kleine Kunstachse zwischen Wettringen und Metelen entstehen zu lassen“, erläutert Beutler.

Kargel wird seine ganz unterschiedlichen Werke und Arbeitsstile ab Sonntag (7. Januar) in der Kulturetage Metelen präsentieren. „Weil just an diesem Sonntag in Metelen eine Menge vor allen Dingen am Nachmittag los sein wird, laden wir zur Ausstellungseröffnung in der ersten Etage an der Wettringener Straße 2 ab 11 Uhr ein“, betont Beutler.

„Irgendwie ist das auch für mich beziehungsweise für unsere Wettringer Künstlergemeinschaft eine glückliche Fügung, mit dem Kunstfreunden in Metelen nun eine hoffentlich fruchtbare Verbindung einzugehen“, freut sich Kargel. Der nennt sich gerne mit dem ihm eigenen verschmitzten Humor den „Velázquez von Wettringen“. Er wolle sich zwar nicht mit dem spanischen Barockmeister auf eine Stufe stellen, aber auch Kargel liebt die Ölmalerei und das Porträtieren. Derartige Arbeiten präsentiert er in der Ausstellung – teilweise als großflächige Bilder. Er nutzt aber auch digitale Techniken und eine Produktionsform, die sich „Melted Collage“ nennt. „Ich verarbeite Plastiktüten und Plastikfolien, die ich zum Teil aus der ganzen Welt von Kollegen zugesandt bekomme. Ich verschmelze unter Benutzung von Trennschichten mit einem Bügeleisen das Rohmaterial. Die ehemals aufgedruckten Farben kommen ganz anders zur Geltung, das geschmolzene Plastik entwickelt beim Abkühlen eigene Strukturen, die ich mitunter mit Ölfarbe akzentuiere oder verfremde“, beschreibt der Künstler diese Gestaltungstechnik, mit der er Bilder ganz unterschiedlicher Größe in der gesamten Kulturetage präsentiert.

„Einerseits hatten wir für die Kulturetage in Metelen die ,Bildende Kunst‘ schon lange als Bestandteil einer organischen Entwicklung auf dem Zettel. Die hat nun durch die geplante Kooperation mit der Künstlergemeinschaft Wettringen – man kann sogar von einer Freundschaft sprechen – nun einen wichtigen Impuls bekommen, hier auch Anstöße für ein neues Sehen zu schaffen, das sich durch künstlerische Objekte anregen und entwickeln lässt“, hebt Beutler hervor.

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Ausstellungszeiten: Montag bis Freitag von 8 bis 19 Uhr, Samstag von 10 bis 11.30 Uhr und auf Anfrage. Wenn der Aufsteller vor der Tür steht, ist die Ausstellung geöffnet.

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