Mo., 08.01.2018

Probenwochenende des PO18 Spaß und Spielfreude

Konzentriert probten die zumeist jungen Musiker aus Metelen und „dem Rest der Welt“.

Konzentriert probten die zumeist jungen Musiker aus Metelen und „dem Rest der Welt“. Foto: Martin Fahlbusch

Metelen - 

Es ist schon eine besondere Atmosphäre, die das traditionsreiche Probenwochenende des Projektorchesters ausmacht. Von Freitag bis Sonntag kamen wieder über 120 Musiker, Dozenten, Nachwuchsdirigenten und Orga-Helfer in Metelen zusammen.

Von Martin Fahlbusch

Die Losung beim Probenwochenende des Projektorchesters 2018 (PO18), das von Freitag bis Sonntag alle möglichen Ecken Metelens mit Blasmusik füllte, war klar: „Ohne Mampf kein Kampf!“ Die Erklärung gab es spätestens in der Mittagspause, die sich alle – egal ob Musiker, Dozenten, Nachwuchsdirigenten oder Orga-Helfer – im Saal des Bürgerhauses gönnten. Jede Menge Nudeln, jede Menge Paprika-Tomatensoße mit Hack (oder ohne), jede Menge Salat und jede Menge Kuchen. Dazu die passenden Getränke – und die nächste Probeneinheit konnte kommen.

Weit über 90 zumeist junge Musiker aus Metelen und dem „Rest der Welt“ kannten mit sich und den verteilten Noten keine Gnade. Dieses vielstimmige Spontan-Orchester, das zwischen symphonischer Blasmusik und Pop-Songs alles mit Engagement spielt, was auf die Notenständer kommt, hat – getragen vom Blasorchester Metelen (BOM) – schon eine langjährige Tradition.

Damit am späten Sonntagnachmittag wieder etwas Hörbares daraus werden sollte, hatte man sich eine bunte Dozentenschar angelacht – und die ging von Simon Meads über Gustl Wessels, Benjamin Doedt, Felix Winter, Lisa Heuer und Dirk Brünenborg bis hin zu Lisa Holzschuh. Letztere ist in Oberfranken geboren und brauchte trotzdem bei ihren Spielanweisungen keine hochdeutschen Untertitel. Sie überzeugte einfach durch freundliche Tipps. Felix Winter, der sich die Trompeten zur Brust nahm, war da nachdenklicher: „Was? Bei euch in den Noten steht ein ‚D‘? Komisch. Dann dirigiere ich das ‚D‘ unter Protest!“, machte er seine Hörpräferenzen deutlich. Seine Pustefix-Combo grinste in die Instrumente und spielte das beschimpfte „D“.

Fotostrecke: Probenwochenende des PO18

„Genau das ist die Atmosphäre, die seit Jahren das Vorhaben Projektorchester auszeichnet: Spaß und konzentrierte Spielfreude“, kommentierte Maximilian Wessels aus dem Orga-Team beim Essenfassen. Als er alle Musiker, Dozenten und Helfer zusammenzählte, kam er locker auf über 120 Häupter.

Ab Freitagabend wurde in Gesamt- und sogenannten Registerproben intensiv geübt. Dafür belegten die Musiker den Bürgersaal, der schon für das Konzert am Sonntagnachmittag hergerichtet war, viele Klassenzimmer in der Grundschule und einen Anbau der ehemaligen Hauptschule. Hier hatte man ein spezielles Orchester zusammengestellt, mit dem Nachwuchsdirigenten unter den kritischen Augen und Ohren des musikalischen Gesamtleiters Dirk Brünenborg für ihre Einzeldirigate beim Abschlusskonzert den richtigen Schliff bekamen.

Und die andere Losung des Probenwochenendes? „Viel Musik, viel Spaß, auch mal was essen – und wenig Schlaf.“ „Aber wir sind ja fast alle noch jung“, tröstete Maximilian Wessels.



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