Di., 09.01.2018

Udo Nobis verabschiedet Mit Herzblut und aus Berufung

Mit Weihnachtsliedern, welche die von ihm geleiteten vier Chöre in der Pfarrkirche sangen, verabschiedete sich Udo Nobis musikalisch von der Gemeinde. Herzlich und persönlich wurde es danach im Pfarrzentrum, wo zahlreiche Menschen Udo Nobis würdigten.

Mit Weihnachtsliedern, welche die von ihm geleiteten vier Chöre in der Pfarrkirche sangen, verabschiedete sich Udo Nobis musikalisch von der Gemeinde. Herzlich und persönlich wurde es danach im Pfarrzentrum, wo zahlreiche Menschen Udo Nobis würdigten. Foto: Irmgard Tappe

Metelen - 

Küster, Chorleiter und Organist – Udo Nobis hatte 14 Jahre viele Funktionen in der katholischen Pfarrgemeinde. Zahlreiche Vertreter der Chore, Vereine und Verbände verabschiedeten sich von Nobis im Rahmen eines Weihnachtslieder-Nachmittags und eines Empfangs in der Oase.

Von Irmgard Tappe

Pastor Thomas Stapper benutzte in seiner Abschiedsrede ein Kürzel für den scheidenden Küster, Organisten und Chorleiter. Er nannte Udo Nobis einen „Koch“. Nobis habe sich während seiner 14 Jahre in Metelen als kirchenmusikalischer Sternekoch mit Herzblut und aus innerer Berufung erwiesen und in der Pfarrei viel bewegt, würdigte Stapper am Sonntagabend im Pfarrzentrum Oase das Wirken des scheidenden Organisten.

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Ein letztes Mal hatte Nobis zuvor seine Chöre beim traditionellen Weihnachtssingen in der Pfarrkirche dirigiert. Kinder-, Teenie-, Cantemus- und Kirchenchor – sie alle erfreuten das Publikum in der voll besetzten Kirche mit weihnachtlichen Gesängen. Mal traten die einzelnen Chöre im Wechsel auf, dann wieder alle gemeinsam. Bei den klassischen Weihnachtsliedern im Stil von „Oh du Fröhliche“ waren alle Besucher zum Mitsingen gefordert. Und Judith Foecker rezitierte während der Gesangspausen einige besinnliche Texte.

Bei der anschließenden Abschiedsfeier in der Oase zogen die Gemeindemitglieder alle Register, um Udo Nobis Danke zu sagen. Er sei in allen drei Funktionen eine absolute Bereicherung für die Pfarrei gewesen – ein Sternekoch eben, betonten Hermann-Josef Rudde vom Kirchenvorstand und Elke Meiring vom Pfarreirat.

„Du geihst uss led aff“, brachte es Heinz Teupen auf den Punkt, der sich in Vertretung der Laienspielschar des Kirchenchores bedankte. Ferdi Laurenz als Vertreter der Chöre griff noch einmal eine prägende Aussage des scheidenden Chorleiters auf: „Vieles war schon sehr schön.“ Wie Nobis selbst, so werde den Chormitgliedern auch dieser Satz von nun an fehlen, meinte Laurenz.

„Adieu und danke“ sagten auch die kfd-Frauengemeinschaft und deren Theatergruppe. Ebenso ließen es sich die Fabianen-Schützen in Uniform sowie Prinz Karneval Klaus Prange mit Gefolge nicht nehmen, sich mit einem Überraschungsauftritt zu verabschieden. Die Junior-Tanzgarde der KG Stadtwacht legte einen flotten Showtanz aufs Parkett.

Cantemus-Chormitglied Gabi Kriens brachte schließlich ihre Wertschätzung in schwungvoll formulierten Reimen zum Ausdruck. Dann schlüpfte sie in die Rolle der Dirigentin, Bernd Dörnhoff übernahm die instrumentale Begleitung am Piano und die Chöre sangen „Thank you for the Music“ sowie die Abschiedskomposition „Wir wollen danke dir sagen – Nobis, du wirst uns sehr fehlen“.

Gerührt lauschte Nobis dem Gesang seiner Chöre. „Ich habe mich in Metelen sehr wohl gefühlt und danke allen, mit denen ich hier zu tun hatte“, betonte er. Die Entscheidung für eine neue berufliche Perspektive sei keine Entscheidung gegen Metelen gewesen. Er werde den Ort in bester Erinnerung behalten. Auch wenn Udo Nobis nun nicht mehr in der Vechtegemeinde wirkt, seine Melodie geht dort weiter, denn er hat Spuren hinterlassen, wie an diesem Abend des Abschieds mehrfach betont wurde.

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