Di., 09.01.2018

Projektorchester 2018 Bemerkenswertes Event

Der Bläsernachwuchs stellte beim Abschlusskonzert des Projektorchesters unter Beweis, was er einstudiert hatte.

Der Bläsernachwuchs stellte beim Abschlusskonzert des Projektorchesters unter Beweis, was er einstudiert hatte. Foto: Martin Fahlbusch

Metelen - 

Sinfonische Blasmusik, schmissige Rock-Klassiker, ein Hauch vom Krieg der Sterne und dazu eine Polka mit Luftballons – beim Abschlusskonzert zeigen 92 Musiker aus 20 Kapellen, was moderne Blasmusik ausmacht und was sie während des Projekts 2018 einstudiert hatten.

Von Martin Fahlbusch

Es gab Momente beim Anschlusskonzert des Projektorchesters 2018 (PO18), da musste Dirigent Dirk Brünenborg einfach zum Laserschwert greifen. Ob er sich das leuchtende Kampfgerät beim eigenen Nachwuchs stibitzt hatte, konnte in der Kürze der Zeit nicht überprüft werden. Auf jeden Fall war das für ihn eine Möglichkeit, der 92 jungen Musiker Herr zu werden, die auf den Notenpulten „Rogue One: A Star Wars Story“ liegen hatten und ordentlich losfetzten.

Fotostrecke: Projektorchester 2018

Die Zuhörer im vollbesetzten Bürgersaal mussten etwas stärker zusammenrücken als sonst, denn dieser imposante Klangkörper für symphonische Musik brauchte auch vor der Bühne noch fast ein Viertel der Saalfläche und kam so im guten Sinne mit dem Publikum in direkten Kontakt.

Schon zum sechsten Mal hatte ein zehnköpfigen Organisations-Team des Blasorchesters Metelen (BOM) um Dirigent Dirk Brünenborg dieses bemerkenswerte Musikereignis auf die Beine gestellt. 92 Musiker im Alter zwischen zehn und 26 Jahren aus immerhin 20 Musikvereinen und Kapellen der Region hatten sich in einer Probe Anfang Dezember 2017 und während eines Proben-Wochenendes Anfang Januar (wir berichteten) auf dieses Abschlusskonzert vorbereitet.

Die etwas gestandeneren Mitglieder aus dem Blasorchester und Musiker der Stadtkapelle Ochtrup hatten am Samstag zusätzlich ein eigenes Probenorchester gebildet, um den Nachwuchsdirigenten Hannah Reimer, Jana von Rosenberg und Nils Tegethoff unter der Anleitung von Dirk Brünenborg ausreichend Gelegenheit zu geben, sich auf ihre Dirigate vorzubereiten.

Trotz der vergleichsweise kurzen Probezeit und den musikalischen Anforderungen der vielschichtigen Werke für sinfonisches Blasorchester glänzten alle drei.

Pauline Wessels und Lioba Deitermann kämpften sich pfiffig durch die Moderation. Maximilian Wessels musste bei der Luftballon-Polka dicke Backen und taktgenaue Treffsicherheit beweisen. Mit Ed Sheerans „Shape of You“ und „Radio Ga Ga“, einem alten Queen-Hit, war der musikalische Bogen noch längst nicht zu Ende gespannt. Es gab noch Filmmusik aus „Mary Poppins“, und ordentlich gerockt wurde allemal.

Überschwänglicher Beifall, Dank an die Sponsoren und die rund 30 ehrenamtlichen Helfer sowie Erinnerungsgeschenke für alle Dirigenten waren ebenso selbstverständlich. „Ohne Zugaben kommen wir hier wohl nicht raus“, stellte dann Dirk Brünenborg freudig erschüttert fest. Und beim Abschied freuten sich schon viele auf die siebte Auflage dieses bemerkenswerten Orchester-Events.



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