Mi., 24.01.2018

Infos zur Gelben Tonne und zum Biomüll Gelbe Tonne nur, wenn alle mitmachen

Über eine praktikable Lösung für die Sammlung des Biomülls in der Küche informierte Eva Witthake, Prokuristin bei der Entsorgungsgesellschaft für den Kreis Steinfurt (EGST), im Anschluss an ihre Ausführungen zur Wertstoff- und Biomüll-Abfuhr.

Über eine praktikable Lösung für die Sammlung des Biomülls in der Küche informierte Eva Witthake, Prokuristin bei der Entsorgungsgesellschaft für den Kreis Steinfurt (EGST), im Anschluss an ihre Ausführungen zur Wertstoff- und Biomüll-Abfuhr. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Metelen - 

Gelbe Tonne und Biomüll – zwei Reizthemen, die immer wieder Bürger wie Politiker vor Ort beschäftigen. Klarheit in vielen Fragen brachte jetzt eine Expertin der EGST. Eva Witthake ist Prokuristin der Entsorgungsgesellschaft für den Kreis Steinfurt und räumte vor zwei Ausschüssen des Gemeinderates mit Halbwahrheiten auf.

Von Dieter Huge sive Huwe

Eine äußerst fachkundige Referentin hatten sich am Montagabend zwei Gremien des Rates geholt. Eva Witthake, Prokuristin bei der Entsorgungsgesellschaft für den Kreis Steinfurt (EGST), zeigte vor dem Bau- und dem Hauptausschuss auf, welche Optionen es gibt, damit auch in Metelen eine Gelbe Tonne eingeführt werden kann.

Immer wieder waren bei Bürgern und aus der Politik Forderungen laut geworden, die Gelben Säcke gegen einen solchen stabilen Sammelbehälter einzutauschen. Nur – und das stellte die Müll-Expertin gleich zu Beginn ihrer Ausführungen heraus – das Duale System als Abnehmer des Verpackungsmülls spielt da nicht mit. „Wenn sie als einzige, noch dazu kleine Kommune so etwas durchsetzen wollen, gehen sie ein erhebliches Prozessrisiko ein.“ Witthake erklärte, dass man es nicht mit einem Vertragspartner auf der anderen Seite zu tun habe, sondern im Kreis Steinfurt gleich mit zehn Unternehmen. Und diese hätten kein Interesse daran, die teure Tonne zu finanzieren, sondern setzten stattdessen auf die dünnen Säcke. Zwar lasse das neue Verpackungsgesetz, das ab dem kommenden Jahr gilt, einen Wechsel zu, doch sei davon auszugehen, dass möglicherweise jedes dieser Unternehmen gegen eine Einführung der Gelbe Tonne klagen werde.

Mit Blick auf die Logistik der Unternehmen sei dies auch nachvollziehbar, erläuterte die Referentin. Eine Lösung könne es nur geben, wenn sämtliche 24 Kommunen im Kreis an einem Strang zögen und sich für die Gelbe Tonne aussprächen. Die EGST sieht ihre Aufgabe in einem solchen Verfahren auch darin, hier zu vermitteln und Kommunen zu beraten.

Für Ärger hatte im vergangenen Jahr auch der Biomüll in der Gemeinde gesorgt. Eine Charge, die am Kompostwerk in Saerbeck untersucht worden war, enthielt einen so hohen Fremdstoff-Anteil, dass die Müllwagen-Ladung teuer in Oberhausen entsorgt werden musste. „Die Stichprobe bedeutet aber nicht, dass der angelieferte Biomüll aus Metelen generell eine derart schlechte Qualität hat“, machte Witthake deutlich. Dennoch werde es weitere Stichproben geben – wie auch beim Müll aus den anderen Kommunen im Kreis.

Für alle, die eine umweltschonende Alternative suchen, um in der Küche den Biomüll zu sammeln, hatte die EGST-Expertin einen Behälter mit biologisch abbaubaren Beuteln mitgebracht. Beides sei im Einzelhandel erhältlich und helfe, damit Plastik, Glas oder ähnliche Stoffe erst gar nicht in den Biomüll gelangten.



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