Mo., 04.08.2014

New Names - Konzert acht Headbanging wie in Wacken

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D Foto: Markus Lehmann

Münster - 

Wer es am Wochenende nicht zum Metal-Festival nach Wacken geschafft hat, der bekam auch in Münster langhaariges Kopfschütteln zu sehen: beim achten Konzertabend der New-Names-Reihe.

Von Miriam Milbradt

Headbanging wie aus dem Bilderbuch: Bassist Malte Schalk von der Band „DUCS“ zeigt beim achten New-Names-Konzert im Jovel, wie er seine Haarpracht gekonnt in Szene setzt.

Fast 30 Minuten des Auftritts schwang er seinen Kopf zum Sound seiner Band – oftmals solo und ab und zu mit Sänger Christian Kretzschmar. Die drei Musiker aus Hannover lieferten am Freitagabend nicht nur eine brisante Show ab, auch der Sound „rockte“: Mit ungewöhnlich heller Stimme des Leadsängers und musikalischen Tendenzen zum Hardcore, setzten sie überzeugende Akzente. Eine weniger schweißtreibende, dafür aber umso gefühlvollere Show zeigt Celina Bostic , die als einziger Soloact des Abends auftrat. „Achtet auf die Texte“, kündigte Organisator und Jovel-Chef Steffi Stephan die Sängerin aus Berlin an.

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Emotionale, freche und verträumte Geschichten erzählt Bostic in ihren Songs. Mit einer Engelsstimme servierte sie frischen Deutsch-Pop mit einer Prise Soul. Ihre Songs skizzierten alltägliche Situationen wie bei „Im Zug nach nirgendwo“ zu hören ist. Die Sängerin überraschte mit frechen Texten wie beim Lied „Außer Papa“. Passend dazu gab es einen Jutebeutel mit einem Textauszug des Lieds zu kaufen, wie die Sängerin mit einem Augenzwinkern verriet.

Ähnlich wenige Berührungsängste mit dem Publikum wie Celina Bostic hatten „Local Shop“. Das Duo aus Bielefeld überraschte nicht nur mit einem Musikpotpourri aus Elektro, Pop und Indie, sondern auch mit einem ungeheuren Tempo: „Ich hoffe ihr seid mit uns im Flow“, fragt Leadsänger Jordi Vision das Publikum. Retro-Klänge alter Videospiele untermalten die Songs der beiden Männer ebenso wie der Einsatz des Synthesizers. Jede Menge Power und eine sehr abwechslungsreiche Songauswahl ließen den ungewöhnlichen Sound der beiden nicht in Vergessenheit geraten. Auch am Freitag sorgte das hervorragende Wetter nicht für Besucheranstürme im Jovel. Dennoch war Steffi Stephan zufrieden: „Es ist Urlaubszeit – da ist das die größtmögliche Kulisse für die Bands.“

Am 5. September findet das nächste New-Names-Konzert statt, das vom Verein Vision und den Westfälischen Nachrichten veranstaltet wird.

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