Mi., 01.10.2014

Adolf Sträter im Ersten Weltkrieg „Noch immer in der Nähe von Reims“

„Von dir drei mal Cakes, Brief, zwei Karten und von Kindern Tafel Chokolade mit vielem Dank erhalten.“

Direkt nach Kriegsbeginn wurde auch der Münsteraner Adolf Sträter eingezogen. In den kommenden Monaten drucken wir Auszüge aus seinen Briefen ab, die er 1914 von der Front an seine Verwandten in Münster schickte:

2. 10. 2014

Meine Karten vom 26., 28. und 30. hast du hoffentlich erhalten. Von dir drei mal Cakes, Brief, zwei Karten und von Kindern Tafel Chokolade mit vielem Dank erhalten, auch von Emmy und Lies Karten, die Schokolade von Lies leider nicht. Heute auch noch Hemd und Unterhose. Karl heute morgen gesprochen, es geht uns beiden gut. Ich bin seit einiger Zeit Korporal und habe unheimlich viel Arbeit, man hat kaum Zeit, um Zeitungen und Briefe in Ruhe zu lesen. Was Strapazen anbelangt, haben wir es in letzter Zeit besser, da öfter Ruhetage sind. Gott gebe, dass die große Entscheidung bald fällt. Wir liegen immer noch in der Nähe vom Reims, Angeli schrieb mir heute, sie habe seit zwei Wochen von Karl keine Nachricht, es ist ihm unbegreiflich. Wetter und Verpflegung ist gut. Wenn Liebesgaben für die 13. abgehen, können auch Pakete mit gehen.



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