Fr., 17.10.2014

Streik der GDL wirkt sich auch auf Fahrten zu Fußballspielen aus Fans könnten in die Röhre schauen

„Entweder der Zug kommt, oder eben nicht“, heißt es seitens der Deutschen Bahn. Zu den Leidtragenden des GDL-Streiks werden am Wochenende auch etliche Fußballfans gehören. Besonders Fahrten zu Auswärtsspielen drohen auszufallen.

„Entweder der Zug kommt, oder eben nicht“, heißt es seitens der Deutschen Bahn. Zu den Leidtragenden des GDL-Streiks werden am Wochenende auch etliche Fußballfans gehören. Besonders Fahrten zu Auswärtsspielen drohen auszufallen. Foto: Matthias Ahlke

Münster - 

Wenn der Ball am Wochenende in den deutschen Stadien wieder rollt, könnten einige Fans trotz Tickets in der Tasche sprichwörtlich in die Röhre schauen. Aufgrund des Bahnstreiks sollten Fans sich besonders bei Auswärtsspielen auf Zugausfälle einstellen und eine alternative Anreise planen.

Von Florian Schütte

Auch wenn die Deutsche Bahn vermeldet, alle Sonderzüge streichen zu wollen, ist man bei Hertha BSC zuversichtlich, dass der gecharterte Fanzug nach Gelsenkirchen zum Spiel gegen Schalke fährt. „Wir haben keine neuen Informationen, die etwas anderes belegen“, sagt eine Vereinssprecherin.

Borussia Dortmund rechnet hingegen mit enormen Beeinträchtigungen und bietet auf seiner Homepage den Fans für das Spiel in Köln ein Forum für Mitfahrgelegenheiten an. „So kurzfristig ist es leider nicht mehr möglich, auf Busse auszuweichen. Wir reden hier von 5000 Fans“, heißt es seitens des Vereins.

Die Mannschaft von Borussia Mönchengladbach ist bereits gestern mit dem Zug zum Auswärtsspiel gegen Hannover 96 gefahren. „Es hängt eben alles an der Bahn“, sagt Heike Frenken von der Pressestelle der Borussia. „Unsere Fanbetreuung hat von der Bahn nur die Auskunft bekommen, dass der Sonderzug entweder fährt oder eben nicht“, berichtet Frenken. Die sicherste Lösung für Fans der Borussia sei es daher, mit dem Bus oder dem Pkw nach Hannover zu reisen. Alex Jacob , Leiter der Kommunikation bei 96 sieht das Sicherheitskonzept vor Ort nicht bedroht. „Wir sind mit Borussia Mönchengladbach in regem Austausch darüber, wer eine alternative Anreise plant“, sagt Jacob. „Das versuchen wir dann, kurzfristig in Einklang zu bringen.“

Der Sonderzug zum Drittligaspiel von Arminia Bielefeld bei Preußen Münster (Sonntag, 14.00 Uhr) ist gestern Abend kurzfristig von der Deutschen Bahn abgesagt werden. „Fans, die eine Karte für diesen Zug gekauft haben, können mit dieser den Entlastungszug der Eurobahn nutzen“, sagt Arminia-Sprecher Tim Placke. Der Entlastungszug der Eurobahn fahre in jedem Fall, da der bundesweite Streik der GDL nur die Deutsche Bahn betreffe. Das Problem ist nur, dass dieser Zug gestern Nachmittag als „ausverkauft“ galt.

Marcel Weskamp, Sprecher von Preußen Münster, hofft, dass die Auswirkungen des Streiks nicht allzu gravierend sein werden. „Denn zusätzliche Parkplätze können wir nicht zur Verfügung stellen.“ Für die Anreise empfiehlt auch die Polizei Münster den Preußen-Fans am Stadtrand oder im Gewerbegebiet zu parken sowie die Park-and-ride-Möglichkeiten zu nutzen. „Oder sich bei dem schönen Wetter aufs Fahrrad zu schwingen“, sagt Pressesprecher Roland Vorholt. Dann muss garantiert kein Fan mit Ticket in der Tasche in die Röhre schauen.



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2814487?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F