Di., 04.11.2014

Gelände der Oxford-Kaserne Parteien streiten über Kita in der früheren Oxford-Kaserne

Gelände der Oxford-Kaserne : Parteien streiten über Kita in der früheren Oxford-Kaserne

Die Verwaltung sowie CDU und FDP möchten auf dem Gelände der Oxford-Kaserne die alte Schule als Kindertagesstätte herrrichten. Grüne und SPD plädieren dagegen für einen Containerlösung. Foto: Kay Böckling

Münster - 

Großer Streit um die geplante Kita auf dem Gelände der Oxford-Kaserne: Während Grüne und SPD eine Containerlösung bevorzugen, plädieren CDU und FDP die Unterbringung in der Schule auf dem Kasernengelände der britischen Streitkräfte.

Von Christoph Ueberfeld

Denn die sei günstiger und auch von Dauer. Als rot-grünen Überbietungswettbewerb bezeichnet die CDU das, was die neue Rathaus-Koalition vorschlägt. 940.000 Euro würde die Sanierung der Schule kosten, 1,7 Millionen die Anschaffung der Container. Damit wäre dies für die CDU unter Umständen ein möglicher Fall für den Bund der Steuerzahler.

"Das ist so nicht richtig. Denn die Herrichtung der Schule wird mehr als eine Millionen Euro kosten", so der Grüne Bauexperte Gerhard Joksch. Er veranschlagt gar 1,3 Millionen Euro. Am Ende stehe doch die Frage, welches die bessere Investition in die Zukunft sei. Container könnten unter Umständen an einem anderen Standort wieder aufgestellt oder gar verkauft werden.

"Warum sollen wir eine Million Euro in etwas investieren, was dann im Zweifel abgerissen wird", sagt Joksch. Denn nach Vorlage der Verwaltung könne das Schulgebäude auf dem Kasernen-Gelände für maximal vier Jahre von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) angemietet werden.

Kein rausgeschmissenes Geld

 
"Wer sagt denn, dass dann alles wieder abgerissen wird?", entgegnet CDU-Ratsherr Richard-Michael Halberstadt. Schließlich benötige man auch in Zukunft, wenn die ehemalige Kaserne umgebaut ist, weitere Kindertagesstätten. Zudem müssen gar nicht so viel gemacht werden. Dort hätten vor einem Jahr doch noch britische Kinder gespielt.

"Das soll ein Dauerstandort sein. Insofern ist das kein rausgeschmissenes Geld. Kinder und Flüchtlinge gehören eh nicht in Container", so Halberstadt weiter.

Die Stadt hat in einem erneuten Schreiben an die Rats-Fraktionen nochmals für die Schulsanierung plädiert, hat eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung angestellt. Die Ergebnisse sprechen eindeutig für die Realisierung in der ehemaligen Schule. Vor allem drängt die Zeit, weil die Kita zum nächsten Kindergartenjahr fertiggestellt sein soll.

Schon im Hauptausschuss in der vergangenen Woche hatten sich aber Rot-Grün mit knapper Mehrheit für die Containerlösung ausgesprochen. Die endgültige Entscheidung trifft aber morgen der Rat. Dann wird sich zeigen, ob es wirklich ein möglicher Fall für den Bund der Steuerzahler werden wird, wie es die CDU anprangert. Die hat für heute nochmal einen Ortstermin auf dem Kasernengelände anberaumt.



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