Mi., 05.11.2014

Tatort-Dreharbeiten in Münster Ansturm der Autogrammjäger

Professor Boerne inmitten seiner Fans: Jan Josef Liefers schrieb gerne Autogramme.

Professor Boerne inmitten seiner Fans: Jan Josef Liefers schrieb gerne Autogramme. Foto: Matthias Ahlke

Münster - 

Über 100 Schüler der Gesamtschule Münster-Mitte umringten am Mittwoch die Tatort-Stars Jan Josef Liefers und Axel Prahl. Die Jungen und Mädchen nutzten eine Pause, um von den Schauspielern, die für eine neue Folge des Münster-Tatorts im Stadtgebiet drehen, Autogramme zu bekommen.

Von Martin Kalitschke

Nein, sagt Axel Prahl , „so etwas habe ich bislang noch nicht erlebt“. Der Mann, der im Münster-Tatort Kommissar Frank Thiel spielt, lacht – und schüttelt ungläubig den Kopf. Eine halbe Stunde ist es gerade her, dass mehr als 100 Schüler der Gesamtschule Münster-Mitte in der Pause auf den Hof stürmten, wo die Tatort-Crew, die seit Mittwoch wieder in Münster dreht, ihren Catering-Bereich aufgebaut hat. Zielstrebig steuerten die Kids auf Prahl und Schauspieler-Kollegen Jan Josef Liefers (alias Prof. Boerne) zu und bettelten um Autogramme. Die Stars konnten nicht Nein sagen – und signierten fast eine halbe Stunde lang alles, was ihnen vor die Nase gehalten wurde. Schulhefte, Zettel – Körperteile.

Bis Freitag wird in Münster gedreht

„Ich schaue den Tatort immer mit meinen Eltern“, versichert Gesa Homann-Niehoff (10). Mit einem roten Stift hat sich Prahl auf ihrem Arm verewigt. „Boerne ist klasse“, ruft Paul Seiling (12) und reckt einen Zettel mit Liefers-Autogramm in die Höhe. Gleich beide Schauspieler habe einen Zettel signiert, den ihnen Zoe Kremer (10) entgegengestreckt hat. „Der kommt in meine Schatzkiste“, sagt sie und lächelt verklärt.

„Noch ein Foto, dann lösen wir die Situation auf“, ruft ein Vertreter der Produktionsgesellschaft. Schließlich sind Prahl, Liefers und die anderen Schauspieler nicht zum Spaß in Münster. „Erkläre Chimäre“ heißt die Folge des Tatorts, die bis Freitag am Spiekerhof, am Bahnhof, am Aasee und an anderen Stellen in der Stadt gedreht wird und 2015 gesendet werden soll. Der Andrang der Kinder will jedoch nicht abreißen. Liefers schreibt und schreibt und schreibt, bis es ihm schließlich gelingt, in seinem Garderobenwagen (Aufschrift: „Refugio“, also Zuflucht“) zu verschwinden. Drei Jungs, die wissen wollen, ob er für Schalke 04 oder Borussia Mönchengladbach schwärmt, ruft er noch „Hertha BSC“ zu – dann fällt die Garderobentür ins Schloss.

Immer mehr Trubel um die Dreharbeiten

„Ich habe den Eindruck, dass der Rummel um die Dreharbeiten jedes Mal zunimmt“, staunt Prahl, als der Schüler-Ansturm abebbt. Der Schauspieler nimmt´s gelassen: „Da müssen wir durch. Außerdem ist es doch eine tolle Sache, dass wir auch in dieser Altersgruppe so viele Fans haben.“



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