Di., 31.03.2015

Förderverein „Hilfe für das nierenkranke Kind“ Hoffnung in den Alltag bringen

Dreimal wöchentlich an die Dialyse: Für Yunus Ögüt ist das Alltag. Der 18-Jährige hofft auf eine Spenderniere. Prof. Dr. Monika Bulla und Helmut Foppe vom Förderverein setzen sich dafür ein, dass nierenkranke Kinder und ihre Familien auch die nötige psychosoziale Begleitung bekommen.

Dreimal wöchentlich an die Dialyse: Für Yunus Ögüt ist das Alltag. Der 18-Jährige hofft auf eine Spenderniere. Prof. Dr. Monika Bulla und Helmut Foppe vom Förderverein setzen sich dafür ein, dass nierenkranke Kinder und ihre Familien auch die nötige psychosoziale Begleitung bekommen. Foto: ide

Münster - 

Nierenkranke Kinder und ihre Familien haben viele Probleme im Alltag. Der Förderverein versucht, überall da zu helfen, wo Unterstützung fehlt.

Von Martina Döbbe

Die „ Blutwaschmaschine “ rotiert. Und läuft. Und läuft. Yunus Ögüt kennt das. Dreimal die Woche kommt der 18-Jährige nach Münster , mindestens drei Stunden arbeiten dann die Geräte auf Hochtouren, um sein Blut zu reinigen. Yunus Ögüt ist nierenkrank und seit fast drei Jahren Patient im Kinderdialysezentrum Münster. Etwa 200 junge Patienten werden dort regelmäßig betreut: „Vom Säugling bis zum jungen Erwachsenen reicht das Spektrum“, sagt Prof. Dr. Monika Bulla .

Lange Jahre war die engagierte Medizinerin Leiterin der Kindernephrologie am Universitätsklinikum Münster . Auch jetzt, im Ruhestand, liegen ihr „ihre“ Kinder noch ganz besonders am Herzen. Als Vorsitzende des Fördervereins kümmert sie sich mit anderen Ehrenamtlichen darum, dass die soziale Begleitung der kranken Kinder – aber auch ihrer Familien – etwas Licht und Hoffnung in den Alltag bringt. Der Förderverein „Hilfe für das nierenkranke Kind“, der nicht oft im Rampenlicht steht, feiert in diesem Jahr seinen 25. Geburtstag. Ohne Glanz und Gala, aber in der Hoffnung, auf seine Arbeit aufmerksam zu machen und Spenden zu sammeln: „Wir versuchen alles, damit die kleinen Patienten, aber auch Eltern und Geschwister ihren Alltag besser bewältigen können“, sagt Prof. Bulla.

Beispiele dafür fallen ihr reichlich ein: „Da ist eine Mutter, die nicht mehr halbtags arbeiten kann. Oder ein Vater, der seine berufliche Karriere zurückstecken muss. Geschwister fühlen sich zurückgesetzt, weil die Eltern soviel Zeit für das kranke Kind brauchen. Ehen stehen auf der Kippe, weil die Belastung so groß ist.“

Deshalb gehört zur Kindernephrologie auch die psychosoziale Betreuung. Helmut Foppe zählt zu dem Team und ist zudem auch im Förderverein aktiv: „Es gibt so viele Fragen, so viele Ängste und Sorgen, die diese Krankheit begleiten, da ist es wichtig, Ausgleich zu schaffen.“ Dazu zählen zum Beispiel die Familienurlaube auf Norderney, die der Förderverein ermöglicht: „Für Familien mit einem dialysepflichtigen Kind gibt es sonst keine Möglichkeit, Ferien zu machen“, erläutert Prof. Bulla. Der Förderverein helfe, wo er kann und so gut er kann. „Und deshalb trauen wir uns jetzt an die Öffentlichkeit und bitten um Unterstützung, um kranke Kinder und die Familien ein bisschen glücklich zu machen.“ Informationen gibt es unter 



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