Mo., 04.01.2016

Henrik Boehl erste Solo-EP Immer zwischen Hallo und Tschüss

Musiker Hendrik Boehl arbeitet in einem Studio im Hafenviertel. In Münster sei er mit seiner Musik gewachsen, sagt er.

Musiker Hendrik Boehl arbeitet in einem Studio im Hafenviertel. In Münster sei er mit seiner Musik gewachsen, sagt er. Foto: Kerstgens

Münster - 

Seit seinen Anfängen in einer Punkband im Teenageralter hat sich bei dem 29-jährigen münsterischen Musiker Henrik Boehl vieles verändert. Stilistisch konzentriert er sich heute auf leisere Töne, er macht ruhige Gitarren- und Klaviermusik. Außerdem ist Boehl mittlerweile als Solokünstler unterwegs. Eine Sache ist ihm jedoch erhalten geblieben: seine Leidenschaft zur deutschsprachigen Musik.

Von Judith Kerstgens

In einem musikalischen Elternhaus aufgewachsen, kam Boehl schon früh in Berührung mit deutschsprachigen Künstlern, die seinen Musikstil prägten. „Im Wohnzimmer liefen bei uns Reinhard Mey und Kettcar“, sagt er. Da war es für ihn klar, dass er selbst auch auf Deutsch singen möchte: „Ich glaube, die eigene Musik klingt immer ähnlich wie das, von dem man selbst Fan ist.“

Nach einem Umzug nach Münster aus seiner Heimatstadt Bielefeld vor acht Jahren mietete er ein Studio im Hafenviertel, in dem er an seinen Songs feilt. Die Entscheidung, nach Münster statt in eine andere Großstadt zu gehen, habe er nie bereut: „Durch die Ruhe in Münster konnte ich meinen eigenen Stil finden. Ich bin hier musikalisch gewachsen“, sagt er.

Henrik Boehls erste Solo-EP „Vom Verlassen und Ankommen“ wurde am 11. Dezember „released“, also veröffentlicht. Der Titel passt zum Leben des Musikers. „Ich bin von diesen Gegensätzen geprägt. Bei mir ist es immer ein Pendeln zwischen Hallo und Tschüss“, so Boehl. Die Idee, eine EP zu veröffentlichen, kam dem Musiker auf einer Afrikareise: „Auf einem Hügel in Uganda habe ich meine Lieder Fremden vorgespielt. Da ist die Entscheidung gefallen, die Songs aufzunehmen.“

In seinen Liedern erzählt Boehl Geschichten aus seinem eigenen Leben, jeder Text hat einen persönlichen Hintergrund. „Musik ist für mich ein Raum, in dem ich ausdrücken kann, was Worte nicht können“, meint er. Das Gefühl, auf der Bühne zu stehen und seine Songs mit anderen Menschen zu teilen, ist für ihn etwas Besonderes: „Das hat eine ganz eigene Magie. Sie ist immer noch genauso stark wie damals mit 15 bei meinem ersten Auftritt.“

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„Vom Verlassen und Ankommen“ kann kostenfrei auf der Plattform Soundcloud und bei Streaming-Diensten angehört werden.

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