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Mi., 06.01.2016

Ehrenamt ist gefordert Engagement mit großem Spaßfaktor

Hans-Peter Kosmider, Vorsitzender der Stiftung Bürger für Münster.

Hans-Peter Kosmider, Vorsitzender der Stiftung Bürger für Münster. Foto: Oliver Werner

Münster - 

Willkommenskultur, das fängt klein an. Zum Beispiel, indem man ausländische Studenten zum Essen einlädt.

Von Klaus Baumeister

„Ehrenamtliches Engagement – diese zwei Worte wecken häufig ganz bestimmte Assoziationen: Da stellen Freiwillige ihre persönlichen Bedürfnisse hintenan und kümmern sich um Benachteiligte in der Gesellschaft.

Doch es geht auch anders: So gelang es der Bürgerstiftung im vergangenen Jahr, 25 Familien dazu zu ermuntern, jeweils zwei ausländische Studenten, die im Rahmen des Erasmus-Programms nach Münster gekommen sind, zu einem Abendessen einzuladen.

Die Aktion diente der Förderung der Willkommenskultur in Münster, gefühlt war es aber für die meisten Beteiligten einfach ein schöner Abend. Oder wie es Hans-Peter Kosmider, Vorsitzender der Bürgerstiftung, ausdrückt: „Hier wurde ehrenamtliches Engagement praktiziert, aber nicht als solches wahrgenommen.“

Genau diesen Aspekt möchte die Bürgerstiftung im kommenden Jahr stärker ausbauen: „Wir plädieren für ein Engagement ohne moralische Komponente.“ Deswegen versteht sich die Bürgerstiftung auch nicht als eine soziale Feuerwehr, sondern als eine Plattform, die Münsteraner ermuntere, einer interessanten Aufgabe nachzugehen – und dabei auch noch Gutes zu tun.

Rund 300 Menschen sind bereits in der Bürgerstiftung aktiv, allein 2015 sind laut Kosmider rund 50 aktive dazu gekommen. „Viele haben erklärt, dass sie im Bereich der Flüchtlingshilfe arbeiten möchten.“

So gibt es denn unter dem Dach der Stiftung alles Mögliche: Lesepaten, Mentoren für Schüler, aktive Helfer beim Bürgerbrunch oder schlicht ein Pool von Studenten, die Senioren besuchen. Aufgabe der Bürgerstiftung ist es, die Arbeit der selbstständig agierenden Akteure zu koordinieren.

Im Jahr 2016 möchte die Bürgerstiftung noch einmal komplett neue Wege gehen – und zwar mit den münsterischen Unternehmen Baby-One, CSG, Fiege, Noventum, Orderbase, Strabag, TON und Calcanto. Diese Unternehmen haben sich bereit erklärt, das ehrenamtliche Engagement „ihrer Mitarbeiter zu fördern und zu würdigen“, so Kosmider. So werden beispielsweise Strabag-Mitarbeiter jeweils für einen Tag beim Naturschutzbund aktiv.

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