Fr., 08.01.2016

Musikkultur Albachten verschönert Stromkästen Triste Stromkästen blühen auf

Graffiti-Künstler Andreas Plautz (3.v.l.) hat den Stromkasten an der Dülmener Straße in eine Piano verwandelt. Manfred Rösmann und Anne Schulze Zumkley freuen sich darüber. 

Graffiti-Künstler Andreas Plautz (3.v.l.) hat den Stromkasten an der Dülmener Straße in eine Piano verwandelt. Manfred Rösmann und Anne Schulze Zumkley freuen sich darüber.  Foto: sch

Münster-Albachten - 

So manchem dürften die pfiffig umgestalteten Stromkästen in Albachten bereits aufgefallen sein: In Zusammenarbeit mit dem Graffiti-Künstler Andreas Plautz verwandelt der Verein Musikkultur unansehnliche Stromboxen in wahre Hingucker.

Von Thomas Schubert 

So manchem, der in Albachten mit offenen Augen durch die Straßen geht, dürften sie bereits aufgefallen sein: Stromkästen, die unter der Federführung des Vereins Musikkultur Albachten (MKA) im vergangenen Jahr mit lustigen Motiven ansehnlich umgestaltet wurden. Immer wieder mal bleibt der ein oder andere vor den mit unterschiedlichen Motiven pfiffig bemalten Kästen stehen. „Das ist Kunst im öffentlichen Raum“, ist sich MKA-Chef Manfred Rösmann sicher.

Ende 2014 fing mit der Neugestaltung des ersten Stromkastens alles an: Die Verantwortlichen von Musikkultur hatten sich zum Ziel gesetzt, die von vielen als hässlich empfundenen, teils farbbesprühten und mit Aufklebern verunstalteten Kästen mit künstlerischen Graffiti-Arbeiten aufzuwerten. Die Eigentümerfirmen der Stromkästen und die Stadt wurden dafür um Genehmigung gebeten. Alle Anfragen wurden positiv beschieden. Was Manfred Rösmann allerdings nicht verwundert. Schließlich handele es sich bei der Bemalung der tristen Kästen um „eine Aufwertung des Stadtbilds“.

Mit dem Warendorfer Designer und Graffiti-Künstler Andreas Plautz war schnell ein Experte gefunden, der als Stromkästen-Gestalter bereits für die Stadtwerke im Einsatz ist und dabei nach eigenem Bekunden bereits rund 40 Stromboxen in der City zu einem ansehnlichen Erscheinungsbild verholfen hat. Fünf Exemplare hat Plautz im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem Verein Musikkultur nun bereits im münsterischen Stadtteil umgestaltet. An der Dülmener Straße vor der Einfahrt zum Marktplatz-Parkplatz wurde ein Kasten in ein schmuckes Piano verwandelt. An der Seite prangt zusammen mit einem Wirbelwind aus Noten das MKA-Logo. Es soll laut Manfred Rösmann darauf hinweisen, dass Albachten bekanntlich „Münsters musikalischster Stadtteil“ ist.

An der Ecke Osthofstraße / Am Kämpken setzte Künstler Andreas Plautz eine Idee der Albachtener Musikschule in die Tat um: Dort ist ein lustiger comic-artiger Trompetenspieler auf dem Stromkasten zu finden. Daneben das Musikschulemblem mit der Aufschrift „Musik macht Spaß!“ und natürlich das MKA-Logo nebst Noten.

Den Draht zu Andreas Plautz fanden Rösmann und seine Mitstreiter, da der Warendorfer bereits vor einiger Zeit ein schmuckes Bühnenbild für die Albachtener Gesangsformation „Good Vibrations“ gestaltet hatte. Plautz erstellt Entwürfe für die Umgestaltung der Stromkästen, die mit den Besitzern und dem Verein Musikkultur abgestimmt und beim Vorliegen des Okays in die Tat umgesetzt werden.

Nach einer Basisreinigung werden die Kästen grundiert und anschließend mit Sprühfarben und dem Einsatz von Schablonen in kleine Kunstwerke verwandelt. „Ich sprühe seit 15 Jahren, das ist die Hälfte meines Lebens“, sagt Plautz.

Zwischen 250 und 550 Euro betragen die Kosten für die Neugestaltung eines Stromkastens. Das Geld dafür bringt der Verein Musikkultur zusammen mit beteiligten Albachtener Vereinen auf. Zudem finanziert die Sparkasse Münsterland-Ost einen Teil der Kosten. Das mache man gerne, sagt deren Albachtener Filialleiterin Anne Schulze Zumkley. MKA sei in Albachten in kultureller Hinsicht sehr aktiv.

„Wir sind vermutlich der einzige münsterische Stadtteil, der über die Gestaltung der Stromkästen das Ortsbild verschönert“, unterstreicht Vereins-Chef Rösmann. Nach der Winterpause sollen als Nächstes drei weitere Boxen mit Graffiti-Kunst aufgemöbelt werden. Gegen Beteiligung an den Kosten können sich auch örtliche Vereine, Gruppen und Privatleute mit ihren Vorschlägen an der Neugestaltung von Stromkästen beteiligen, sagt Rösmann: „Etliche Anfragen dafür haben wir bereits.“

Wie bewerten Sie diesen Artikel?

Vielen Dank für Ihre Bewertung.

Nur eine Abstimmung möglich!

Ihre Bewertung wurde geändert.

  • Derzeit 0 von 5 Sternen.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Bewertung: 0/5

1 Stern = überhaupt nicht gut; 5 Sterne = hervorragend

Google-Anzeigen


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3726116?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F