Fr., 08.01.2016

Spezialfutter für die Elefanten im Zoo Weihnachtsbäume erfreuen Zootiere

Revierpfleger Florian Kerkeling hat für Elefantendame Tefi ein Leckerchen: Es gibt Tannenbaum am Stück.

Revierpfleger Florian Kerkeling hat für Elefantendame Tefi ein Leckerchen: Es gibt Tannenbaum am Stück. Foto: hpe

Münster - 

Die Dickhäuter im Zoo freuen sich über eine Abwechselung auf der tierischen Speisekarte: Aktuell gibt es Weihnachtsbäume, die nicht mehr vor dem Fest verkauft werden können. Rund 400 Nadelgehölze landen zur Verwertung als Futter und Deko jedes Jahr im Zoo.

Von Helmut Etzkorn

Elefantendame Tefi mag Weihnachten eigentlich erst, wenn es vorbei ist. Denn dann gibt es als abwechslungsreiches Holzfutter viele Tannenbäume, die von den Händlern vor dem Fest nicht mehr an den Mann gebracht werden konnten. Bis zu 400 Nadelbäume landen regelmäßig nach den Feiertagen im Zoo, ein Viertel davon gehen als Nahrung an die Rüsselträger im Elefantenpark.

„Sie fressen zwar auch die Fichten, aber Nordmanntannen sind beliebter, weil sie im Hals nicht kratzen“, so Revierpfleger Florian Kerkeling. Verspeist werden die Bäume übrigens komplett, ein bis zwei Exemplare pro Tag gönnt sich jeder der sechs Elefanten. „Es ist eben etwas Besonders und die Zufütterung mit Tannenbäumen beschränkt sich ja auf drei Wochen im Jahr, darum sind die Nadelgehölze so beliebt“, meint Zoo-Sprecherin Stefanie Heeke.

Besonders die harzhaltigen Stämme scheinen als „Leckerchen“ zu gefallen. Normalerweise bekommen die Elefanten kleine Laubbäume wie Eichen, Weiden und Buchen. Dazu Heu, Stroh, Möhren, Äpfel und Gurken. Auch Kamele und Pferde im Zoo nagen gern an den Tannen.

Die Mehrzahl der 400 Nadelgehölze wird allerdings nicht verfüttert, sondern dient als Dekoration in zahlreichen Tierhäusern und Gehegen. Beispielsweise bei den Affen, Tigern, Erdmännchen, Nashörnern und Stachelschweinen können die Besucher noch bis Ende Januar die natürlich ungeschmückten Weihnachtsbäume sehen.

„Die Affen nehmen die Gehölze gern als Spielzeug und mögen den Nadelduft“, so Heeke. Erdmännchen nutzen sie als Versteck, und die Kattas rupfen gern einige Zweige ab, um damit ihre Artgenossen etwas zu ärgern. „Vielseitiger könnte also die Verwertung der Bäume kaum sein“, so Heeke.  

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