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Sa., 16.01.2016

Mieterstreit im Alten Güterbahnhof Schlussakkord bei langem Rechtsstreit in Sicht

Stellplätze werden auch heute noch in dieser Halle vermietet, allerdings inzwischen von einem anderen Vermieter.

Stellplätze werden auch heute noch in dieser Halle vermietet, allerdings inzwischen von einem anderen Vermieter. Foto: Matthias Ahlke

Münster - 

Eine Halle im Alten Güterbahnhof wurde von Fahrzeugbesitzern und Personen, die Gegenstände zwischenzulagern hatten, genutzt. Bis es zum Zerwürfnis zwischen Hauptpächter und Mieter der Halle kam. Jetzt wurde vor Gericht ein Vergleich angeboten.

Das Ende eines langen Rechtsstreits ist in Sicht. Manche Auto- und Wohnwagenbesitzer, die für ihre Fahrzeuge einen Winterplatz in einer Halle im Alten Güterbahnhof angemietet hatten, waren Leidtragende der Zwistigkeiten zwischen ihrem Vermieter, der „Citylager.ms“, und der HLE Immobiliengesellschaft, dem Hauptpächter der Halle auf dem ehemaligen Bahngelände. Vor dem Landgericht ließen sich die seit 2013 streitenden Parteien am Freitag auf einen Vergleich ein. Allerdings in Abwesenheit des ehemaligen Hallenmieters, Gerold W. Er ließ sich mit einem von seinem Anwalt vorgelegten ärztlichen Attest entschuldigen.

Gerold W. muss jetzt noch dem vorgeschlagenen Vergleich zustimmen – eine zusätzliche Belastung für seine ohnehin schwierige wirtschaftliche Situation, wie sein Anwalt verdeutlichte. Die Überseecontainer, die der ehemalige Mieter in der großen Halle als Lagerbehälter für unterschiedliche Produkte untervermietet hatte, waren Anfang 2014 versteigert worden. Eine Auktion mit Hindernissen, wie unsere Zeitung damals berichtete. Einige Containermieter waren nicht rechtzeitig über die Versteigerung ihrer Lagerbehälter informiert worden.

Den Wert seiner Container habe Gerold W. mit 80 000 Euro angegeben, erinnerte jetzt sein Anwalt. Bei der Versteigerung seien indes nur 24 200 Euro zusammengekommen. Geld, das die HLE bis heute hinterlegt habe, versicherte der Geschäftsführer der HLE Immobiliengesellschaft, die Gerold W. zum 30. September 2013 gekündigt hatte.

Der Kläger warf seinem Ex-Mieter vor, sich über Monate geweigert zu haben, die Halle zu räumen und dem Nachmieter Platz zu machen. Zudem habe er schon Monate vorher wegen der Staubbelastung durch Umbauarbeiten nur eine reduzierte Miete gezahlt. Als Nutzungsentschädigungsansprüche machte der Kläger vor Gericht 28 000 Euro geltend. Ausgeschlossen, so machte der Verteidiger deutlich und bot lediglich 4500 Euro. Am Ende ebnete die Richterin in dieser verfahrenen Situation den Weg für einen Vergleich.

Danach soll Gerold W. 15 000 Euro an seinen ehemaligen Hallen-Vermieter zahlen. Sollten bis Ende Februar bereits 10 000 Euro eingegangen sein, erlasse die HLE die Zahlung des Restbetrags. „Ich möchte diesen Rechtsstreit endlich beendet wissen“, so der Geschäftsführer der HLE Immobiliengesellschaft.

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