Mo., 18.01.2016

Ingo Anderbrügge zu Gast bei Monasteria Münster 93 Unterhaltsamer „Eurofighter“

Mit einem wurstreichen Präsentkorb bedankte sich Fanclub-Präsident Reiner Sievert (stehend) bei Ingo Anderbrügge für den unterhaltsamen Abend.

Mit einem wurstreichen Präsentkorb bedankte sich Fanclub-Präsident Reiner Sievert (stehend) bei Ingo Anderbrügge für den unterhaltsamen Abend. Foto: uwa

Münster - 

Einen Überraschungsgast präsentierte Präsident Reiner Sievert dem Schalke-04-Fanclub Monasteria Münster 93 beim Neujahrsempfang. Mit tosendem Applaus hießen die zahlreichen Mitglieder Ingo Anderbrügge am Samstag in der Gaststätte Mauritius willkommen. Der heute 52-Jährige war Teil der legendären „Eurofighter“, die 1997 sensationell gegen Inter Mailand den UEFA-Cup gewannen.

Von Uwe Wahlbrink

Während einer knapp zweistündigen Talkshow, die Benedikt Brahm und Uwe Wahlbrink moderierten, blieb das Schalker Jahrhundert-Elf-Mitglied keine Antwort schuldig. Unterhaltsam schilderte Anderbrügge seinen Werdegang, der ihn vom Schulhof-Fußballer über Germania Datteln und die Spielvereinigung Erkenschwick zunächst zu Borussia Dortmund und 1988 zum FC Schalke 04 führte. 

„Als Profi machst Du Dir da nicht so viele Gedanken“, sagte Anderbrügge, auf die Rivalität der beiden Ruhrpott-Klubs angesprochen. Sein Vertrag bei den Borussen sei nicht verlängert worden, und von allen möglichen Optionen sei ihm das Schalker Angebot als das beste erschienen. „Ich hab nie soviel Stress damit gehabt, wie vielleicht mancher andere“, sagte Anderbrügge, was auch an seinem unaufgeregten Naturell gelegen haben könnte. 

Natürlich wollten die Fans wissen, welche Gedanken ihm vor seinem fulminanten Elfmeterschuss im Finale gegen Mailand durch den Kopf gegangen seien. „Zum Ende der Verlängerung denkst Du schon daran, dass du gleich dran sein könntest und zuvor zwei Elfmeter in der Liga verschossen hast. Du überlegst, willst du, willst du nicht“, berichtete der Ex-Stürmer. Dann sei Trainer Huub Stevens mit einem Zettel zu ihm gekommen, auf dem als erstes Anderbrügges Name gestanden habe. „Damit war die Diskussion mit mir selbst für mich beendet, und Pagliuca (der Torwart, Anm.d.Red.) hat den Ball gar nicht gesehen“,  schilderte er zum großen Vergnügen seiner Zuhörer. 

Bevor der prominente Gast die zahlreichen Autogramm- und Fotowünsche erfüllte und sich die Gäste dem Buffet zuwenden konnten, warb Anderbrügge dafür, bei den jungen Spielern nicht jedes Wort auf die Goldwaage zu legen. Er selbst habe geradezu eine Fußballerausbildung genossen und sei langsam in die Rolle des gefragten Profis hineingewachsen. „Diese Zeit haben die 17- bis 19-Jährigen heute nicht mehr, wenn sie nach ein paar guten Spielen schon vor Dutzenden Mikrofonen stehen müssen.“

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