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Di., 19.01.2016

Gastronom erteilt der AfD eine Absage Petry-Auftritt auf der Kippe

Das Schlossgarten-Café hat seine Zusage für die AfD-Veranstaltung am Donnerstag zurückgezogen.

Das Schlossgarten-Café hat seine Zusage für die AfD-Veranstaltung am Donnerstag zurückgezogen. Foto: Oliver Werner

Münster - 

Das Schlossgarten-Café, wo am Donnerstag die AfD-Vorsitzende Frauke Petry reden sollte, will nicht länger als Veranstaltungsort zur Verfügung stehen. Die AfD spricht von einem „unglaublichen Vorgang“.

Von Klaus Baumeister

Der geplante Auftritt der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry hat am Dienstag eine dramatische Wende erfahren und steht jetzt möglicherweise komplett auf der Kippe.

Das Schlossgarten-Café, wo die AfD-Veranstaltung am Donnerstag stattfinden sollte, hat seine Zusage zurückgezogen und steht für die AfD nicht mehr zur Verfügung. In den Vorgesprächen, so der Betreiber Andre Blumenfeld, sei der Charakter des Petry-Auftritts anders dargestellt worden. Er sei von einer „internen Veranstaltung“ der AfD ausgegangen, nicht aber von einem öffentlichen Auftritt mit großer medialer Wirkung. Die absehbaren Konflikte am Donnerstagabend widersprächen dem Grundgedanken des Schlossgarten-Cafés, ein „neutraler Veranstaltungsort“ zu sein.

„Das ist unglaublich.“ Mit diesen Worten reagierte der münsterische AfD-Kreisvorsitzende Helmut Birke am Dienstag auf die Absage des Schlossgarten-Cafés. „Damit habe ich nicht gerechnet.“ Er führte die Absage auf den öffentlichen Druck zurück.

Es sei ein „undemokratischer Vorgang“, dass es der AfD in Münster nahezu unmöglich gemacht werde, für eine größere Veranstaltung einen Versammlungsort zu finden. Laut Birke lässt die AfD derzeit durch Rechtsanwälte prüfen, ob das Schlossgarten-Café überhaupt berechtigt sei, aus dem Vertrag wieder auszusteigen. Falls es bei dem „Nein“ bleibe, werde die münsterische AfD entweder den Auftritt der Bundesvorsitzenden komplett absagen oder aber Petry an einem geheimen Ort reden lassen. „Wir geben noch nicht auf.“

In den vergangenen Tagen hatten zahlreiche Gruppierungen bekannt gegeben, gegen den Besuch der AfD-Vorsitzenden in Münster demonstrieren zu wollen. Noch am Dienstag hatte die münsterische SPD zur Teilnahme an der Demo aufgerufen. Zuvor hatten bereits die Linke und das Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ mobilisiert. Wegen der zu erwartenden Proteste hatte die AfD am Montag mitgeteilt, den Veranstaltungsort erst am Mittwoch bekannt geben zu wollen. Die Gegner wiederum hatten erklärt, eine Demonstration anmelden zu wollen, „die in Hör- und Sichtweite“ des Veranstaltungsortes hätte stattfinden sollen. 

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