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Do., 21.01.2016

Ruderverein will an den Hafen ziehen Auf der Zielgeraden

In diese Hallen würde der Ruderverein von 1882 gerne ziehen. Derzeit diskutieren die Ratsparteien über das damit verbundene Investorenmodell, denn am Hafen sind viele Interessen zu berücksichtigen.

In diese Hallen würde der Ruderverein von 1882 gerne ziehen. Derzeit diskutieren die Ratsparteien über das damit verbundene Investorenmodell, denn am Hafen sind viele Interessen zu berücksichtigen. Foto: Oliver Werner

Münster - 

Aktuell beraten Münsters Kommunalpolitiker über das Konzept des Rudervereines von 1882, von der Bennostraße zum Stadthafen zu ziehen.

Von Klaus Baumeister

Das Ende trägt die Last. Frei nach diesem Sprichwort gehen derzeit die (internen) Beratungen über eine Verlagerung des Ruderclubs von 1882 auf die Zielgeraden. Bekanntlich möchte der Sportverein gern sein Vereinsgelände am Bennohaus aufgeben und ein neues Domizil in zwei alten Lehnkering-Hallen auf der Südseite des Hafenbeckens beziehen.

„Wenn in den kommenden Monaten die erforderlichen politischen Beschlüsse gefasst werden, dann könnten wir Anfang 2017 starten“, so der Vereinsvorsitzende Dirk Bensmann. Aber über eben diese Beschlüsse wird, wie zu hören ist, in nicht-öffentlichen Beratungen eifrig diskutiert. Denn wie so oft am Hafen, müssen viele und häufig auch divergierende Interessen berücksichtigt werden.

„Aus sportfachlicher Sicht“, so ein Ratsmitglied, „spricht alles für den Umzug“. Der bisherige – räumliche beengte – Standort am Dortmund-Ems-Kanal sei nicht optimal, da die Ruderer ihre Boote immer über einen stark frequentierten Fuß- und Radweg tragen müssten. Darüber hinaus böte ein Vereinsgelände am Hafen den Vorteil, dass Schüler- und Anfängergruppen das Hafenbecken als Übungsgelände nutzen könnten.

Die offenen Fragen sind nach Auskunft der Beteiligten „eher liegenschaftlicher Natur“. Sprich: Der Ruderclub würde die Lehnkering-Hallen, bislang im Eigentum der Stadtwerke, mit einem Investor entwickeln, wobei der Ruderverein das Erdgeschoss und der Investor die oberen Geschosse nutzen würde. Hier müsste einiges Geld bewegt werden, auch bei der Stadt, die mit einem Baukostenzuschuss in Höhe von 1,1 Millionen Euro beteiligt wäre – verteilt auf drei Jahre.

Zugleich bietet das Projekt der Stadt aber auch die Möglichkeit, das alte, attraktiv gelegene Vereinsgelände neu zu nutzen. Dazu gehören auch Tennisplätze, die der Ruderverein im Falle eines Umzuges aufgeben würde.

Wie aus einem internen Bericht hervorgeht, würde sich bei einem Umzug des Rudervereins die Chance ergeben, an der Bennostraße 30 neue Wohnungen zu bauen, 18 davon sollen als Sozialwohnungen ausgewiesen werden. Das Gelände gehört der Stadt und wurde an den Ruderverein verpachtet beziehungsweise vermietet.

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