Mi., 27.01.2016

Walnussaktion für Löschzug Kinderhaus Strategisch günstige Lage

Die Werbegemeinschaft Kinderhaus überreichte symbolisch den Erlös der Walnuss-Aktion an den Löschzug Kinderhaus (v.l.): Martin Nolte, Marcel Hülsken, Jörg Kaiser, Philipp Bell und Sandra Hefel.

Die Werbegemeinschaft Kinderhaus überreichte symbolisch den Erlös der Walnuss-Aktion an den Löschzug Kinderhaus (v.l.): Martin Nolte, Marcel Hülsken, Jörg Kaiser, Philipp Bell und Sandra Hefel. Foto: kaj

Münster-Kinderhaus - 

Die Werbegemeinschaft Kinderhaus übergibt den Erlös der Walnussaktion an den Löschzug Kinderhaus.Er wird im März sein neues Gerätehaus an der Kristiansandstraße beziehen.

Von Katrin Jünemann

Es wird März, bis der Löschzug Kinderhaus der Freiwilligen Feuerwehr Münster sein neues Gerätehaus vorm Kinderhauser Schulzentrum an der Kristiansandstraße beziehen kann. „Und, freuen Sie sich schon darauf?“, fragt Martin Nolte von der Werbegemeinschaft Kinderhaus Löschzugführer Jörg Kaiser. „Ja“, erwidert er mit Nachdruck.

Der neue Standort liegt strategisch wesentlich günstiger als das alte Feuerwehrgerätehaus: „Wir sind einen Kilometer weiter ins Zen­trum von Kinderhaus gerückt“, erklärt Brandoberin­spektor Jörg Kaiser. Viele Mitglieder des Löschzugs wohnten im Bereich westlich der Grevener Straße. Der Weg zum neuen Gerätehaus ist für sie nun kürzer als zum Wangeroogeweg, an dem sich das alte Gerätehaus befindet, und der Weg für die Feuerwehr aus der Mitte heraus zu ihren Einsatzorten ebenfalls. Jeder Zeitgewinn ist wichtig.

Ein elementarer Pluspunkt des Neubaus: Er ist geräumig. Die Fahrzeuge stehen nicht mehr hintereinander, sondern können zügig herausgefahren und bestiegen werden. Da war der Spielraum am alten Standort wesentlich eingeengter. Der Fuhrpark des Kinderhauser Löschzugs umfasst zwei Löschfahrzeuge sowie ein Mess- und Warnfahrzeug. 2014 hatte der Löschzug 24 Einsätze, „im vorigen Jahr stieg die Zahl der Einsätze auf 39“, berichtete Jörg Kaiser.

30 Männer gehören zum Löschzug Kinderhaus, Frauen gibt es derzeit nicht. Aber der Löschzug möchte neue Mitglieder werben – und da sind auch die Frauen im Fokus. Denn die gab es längst beim Löschzug. Das neue Gerätehaus ist dafür ausgelegt: mit getrennten Sanitäranlagen und Umkleiden.

Insofern kommt die Spende der Kinderhauser Werbegemeinschaft, der Erlös von 1000 Euro aus der Walnuss-Aktion, jetzt genau richtig, denn die Feuerwehr möchte neue Mitglieder werben und sich in Kinderhaus vorstellen.

Philipp Bell, Martin Nolte und Sandra Hefel vom Vorstand der Werbegemeinschaft Kinderhaus, überreichten den Erlös der Walnuss-Aktion am Mittwoch symbolisch an Jörg Kaiser und Marcel Hülsken auf der Baustelle an der Kristiansandstraße. Die Überweisung folgt in den nächsten Tagen.

Der Löschzug werde im März erst einmal umziehen, einziehen und sich mit dem Gebäude vertraut machen, sagte der Löschzugführer. An einem Wochenende im Frühjahr soll es ein „offenes Gerätehaus“ geben, damit die Kinderhauser das Gebäude ihres Löschzugs besichtigen und kennenlernen können. Einen Tag der offenen Tür planen die Wehrleute später im Jahr.

Dabei gibt es anscheinend einiges zu entdecken: Denn das neue Gerätehaus sei so konzeptioniert, dass es zum Beispiel bei einem Stromausfall in Kinderhaus zur Anlaufstelle für den Stadtteil werden könne, berichtet Jörg Kaiser. Im Gerätehaus könne dann eine Funkanlage aufgebaut werden. In den Unterrichtsräumen könnten Menschen aufgenommen und aus der Küche versorgt werden. Das Feuerwehrgebäude ist übrigens schon bewohnt: Der Gerätewart ist eingezogen.



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