Fr., 29.01.2016

Exzellenzinitiative der Hochschulen Hoffnung für die Cluster

Naturwissenschaftler erforschen im Exzellenzcluster „Cells in Motion“ bildgebende Methoden zur Darstellung kleinster Zellstrukturen.

Naturwissenschaftler erforschen im Exzellenzcluster „Cells in Motion“ bildgebende Methoden zur Darstellung kleinster Zellstrukturen. Foto: WWU

Münster - 

Die Exzellenzinitiative für die Forschung an deutschen Hochschulen soll nach der Empfehlung einer Expertenkommission modifiziert fortgesetzt werden. Davon könnte auch die Uni Münster mit ihren beiden Exzellenzcluster profitieren.

Von Karin Völker

Die beiden Exzellenzcluster „Religion und Politik“ sowie „Cells in Motion“ der Universität Münster sind die Leuchttürme der Forschung an der Hochschule. Die millionenschwere Förderung durch Land und Bund ist momentan aber nur bis zum kommenden Jahr gesichert. Nun deutet sich an, dass die Exzellenzinitiative, die 2017 endet, modifiziert fortgesetzt werden soll. Eine von Bund und Ländern eingesetzte unabhängige internationale Expertenkommission hat in ihrem am Freitag vorgelegten Bericht skizziert, wie es mit den Forschungsverbünden an den Hochschulen weitergehen soll.

Danach könnten, wie alle Exzellenzcluster deutschlandweit, auch die beiden Spitzenforschungs-Verbünde in Münster zunächst bis 2019 weitergefördert werden. Durch deren Fördermittel werden insgesamt 300 bis 400 Wissenschaftler-Stellen finanziert Die Cluster könnten Anträge auf eine Fortsetzung der Förderung stellen, nach der Empfehlung könnten Hochschulen sich aber auch mit neuen Projekt-Ideen am Wettbewerb um Cluster-Finanzierung beteiligen. Statt der Kür von besonders forschungsintensiven „Exzellenzuniversitäten“, soll laut Kommission künftig eine „Exzellenzprämie“ in Höhe von 15 Millionen im Jahr für die zehn erfolgreichsten deutschen Hochschulen im Wettbewerb ausgelobt werden.

„Die Universität Münster wird sich selbstverständlich am neuen Wettbewerb beteiligen“, versicherte am Freitag Uni-Rektorin Prof. Ursula Nelles in einer ersten Stellungnahme. Noch fehle es aber an den notwendigen Details für die nächste Runde der Exzellenzinitiative. Nelles hatte bereits vor längerem im Senat erklärt, die Uni werde zur Not die Arbeit der beiden Cluster selbst weiterfinanzieren.

Eine Entscheidung über die Zukunft der Exzellenzinitiative soll im Frühjahr fallen.



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