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Fr., 29.01.2016

Matthias Lückertz ruft Münster zur Geschlossenheit auf Bitte keine Bedenkenträger

Matthias Lückertz, Vorsitzender des Vereins der Kaufmannschaft, hielt seine Ansprache beim Abendessen im Rathausfestsaal.

Matthias Lückertz, Vorsitzender des Vereins der Kaufmannschaft, hielt seine Ansprache beim Abendessen im Rathausfestsaal. Foto: Oliver Werner

Münster - 

Lobende, aber auch mahnende Worte fand Matthias Lückertz, Vorsitzender des Vereins der Kaufmannschaft zu Münster, in seiner Rede beim Kramermahl.

Von Ralf Repöhler

Münster hat einen Lauf. Der Vorsitzende des Vereins der Kaufmannschaft, Matthias Lückertz, begründet ihn mit den vielen Entscheidungen, die die Zukunftsfähigkeit positiv beeinflusst hätten. „Dass wir einige Projekte dabei nicht realisieren konnten, ist Geschichte“, sagte er nicht zuletzt mit Blick auf die Musikhallen-Debatte.

Viel wichtiger sei es indessen, dass die besser werdende Zusammenarbeit zwischen Politik, Verwaltung, Hochschulen und Bürgern auf dem guten Niveau von heute weiterentwickelt werde. „Nur gemeinsam sind wir in der Lage, die vor uns liegenden großen Herausforderungen zu meistern“, betonte Lückertz.

Münster habe viel erreicht, „aber wir sind noch nicht fertig mit unserer Arbeit“. Neben der richtigen Strategie brauche es „Macher, keine Bedenkenträger“.

Nicht zuletzt der Handelsstandort Münster werde von den Skulptur-Projekten 2017 und dem Katholikentag 2018 profitieren. „Es ist ein Glück, dass diese wichtige Veranstaltung trotz bedauerlicher Diskussionen im Vorfeld realisiert wird“, sagte Lückertz. Die Kaufleute der Stadt zeigten Flagge durch ihren Sitz im Kuratorium.

Als „zukunftsweisende Investitionen“ pries er im Beisein von NRW-Ministerpräsidentin Kraft, dass das Land 1,3 Milliarden Euro in den Wissenschaftsstandort Münster steckt. Diese „hochbeachtliche“ Förderung werde dem Engagement für die qualitätsvolle Weiterentwicklung der Stadt Flügel verleihen, so Lückertz.

Angesichts der Flüchtlingsströme ist es für Lück­ertz „geradezu alternativlos, dass wir endlich lernen, mit dem schwierigen Thema Asyl und Einwanderung sachlich umzugehen“. Allerdings dürfe die Aufnahmefähigkeit nicht überstrapaziert werden. „Neben unserer eigenen Offenheit bedarf es in gleicher Weise eines Mindestmaßes an Integrationsbereitschaft bei den Neuankömmlingen“, sagte er.

Die Bewältigung der Flüchtlingskrise ist für Lück­ertz eine „Herkulesaufgabe“. Eine bundesweit einheitliche Strategie sei unumgänglich. Münsters latente Wohnungsnot verschärfe das Problem der Flüchtlingsunterbringung. Die Stadt müsse sich zwingend um die Versorgung mit Wohnraum kümmern. Lückertz warnte vor einer Sozialdebatte: „Die Flüchtlingskrise darf nicht als zentrale Ursache für eine Wohnungskrise wahrgenommen werden.“



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