Di., 09.02.2016

Energiepark im Norden der Stadt Windräder am Hessenweg

Das Industriegebiet Hessenweg soll durch die Planung eines Energieparks eine spürbare Belebung erhalten, so die Hoffnung der münsterischen Grünen.

Das Industriegebiet Hessenweg soll durch die Planung eines Energieparks eine spürbare Belebung erhalten, so die Hoffnung der münsterischen Grünen. Foto: spe

Münster - 

Die schwarz-grünen Verhandlungen über ein Ratsbündnis haben dafür gesorgt, dass die Grünen ihr Konzept des Energieparks Münster aus der Versenkung geholt haben.

Von Klaus Baumeister

Das Ratspapier umfasst gerade einmal fünf Seiten, aber für den GAL-Ratsherrn und Bürgermeister Gerhard Joksch geht damit ein Traum in Erfüllung: Die Stadt Münster steigt in die Planung für den Energiepark Münster ein, der im Norden der Stadt angesiedelt werden soll, genauer gesagt im Industriegebiet Hessenweg.

Konkret soll der Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen in seiner Sitzung am 1. März ein 10 000 Euro teures Gutachten in Auftrag geben, welches die „energiewirtschaftlichen Chancen und Rahmenbedingungen für einen Energiepark in Münster“ ausloten soll.

Joksch geht davon aus, dass der Vorschlag eine Mehrheit findet, da eine entsprechende Verständigung mit der CDU-Ratsfraktion vorliege. Seit dem Herbst vergangenen Jahres arbeiten die beiden Fraktionen, die im Rat über eine Mehrheit verfügen, eng zusammen und wollen diese Zusammenarbeit auch bis 2020 verstetigen. Das Projekt „Energiepark“ steht dabei auf grüner Seite weit oben auf der Prioritätenliste.

Gleich aus zwei Gründen hält Joksch einen Energiepark am Hessenweg für sinnvoll. Zum einen, weil es dort Betriebe mit einem hohen Energieverbrauch gebe. Zum anderen, weil der Hessenweg nahe des Schifffahrter Damms das einzige münsterische Industrie­gebiet sei, „in dem das Planungsrecht den Bau von Windrädern zulässt“.

Genau das streben die münsterischen Grünen an, wobei Joksch gleich einräumt, dass noch eine wichtige Prüfung aussteht. Im GAL-Antrag heißt es: „Wegen der Nähe des Industriegebietes Hessenweg zu den Rieselfeldern soll geprüft werden, ob die Entwicklung des Energieparks mit den Belangen des Natur- und Landschaftsschutzes und des Artenschutzes zu vereinbaren ist. Die Vogelschutzstation Rieselfelder soll dabei beteiligt werden.“

Gerhard Joksch, der das Konzept bei den Grünen maßgeblich vorangetrieben hat, sieht in dem Energiepark nicht nur ein Instrument zur „Beschleunigung der Energiewende“, er möchte auch einen Beitrag zur Wirtschaftsförderung im Norden Münsters leisten. Sprich: Der Hessenweg soll zu einer Top-Adresse für Unternehmen werden, die sich auf den Feldern Energieerzeugung, Energieverteilung und Energiespeicherung tummeln.

Den ersten Antrag zum Energiepark haben die Grünen schon 2011 auf den Tisch gelegt. Aber erst bei den schwarz-grünen Beratungen wurde er wieder aus der Versenkung geholt.

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