Mi., 10.02.2016

Bernard I. schlägt zweiten Prinzenwagen im neuen Jahr vor Prinz fährt nicht auf nachgeholten Zug ab

Voll ist es Rosenmontag normalerweise in Münster. In diesem Jahr aber ist der Zug abgesagt worden. Soll er nachgeholt werden?

Voll ist es Rosenmontag normalerweise in Münster. In diesem Jahr aber ist der Zug abgesagt worden. Soll er nachgeholt werden? Foto: Oliver Werner

Münster - 

In Warendorf ist es bereits entschieden: Der augefallene Rosenmontagszug wird am 21. Mai nachgeholt. In Münster stehen die Chancen weniger gut. Die Präsidenten der münsterischen Karnevalsvereine entscheiden zwar erst am 20. Februar, doch Prinz Bernard würde lieber auf einem Extra-Wagen beim Rosenmontagszug 2017 mitfahren.

Von Ralf Repöhler

Die Chancen, dass der am Rosenmontag ausgefallene Zug nach der Fastenzeit nachgeholt wird, sind eher gering. Prinz Bernard (Homann), der am Dienstag offiziell seinen letzten Auftritt hatte, zeigt sich skeptisch. „Auf einen Karnevalszug im Sommer habe ich keine Lust. Wenn überhaupt, dann müsste der Zug zwischen Ostern und Pfingsten rollen“, sagt er.

Homann favorisiert einen Extra-Wagen beim Rosenmontagszug 2017, auf dem das Jugendprinzenpaar und er mitfahren sollen. „Gerne ganz vorne, weil am Ende des Zuges ja der neue Prinz folgt“, sagt Homann.

Eine Variante, die auch der Präsident des Bürgerausschusses Münsterscher Karneval (BMK), Rolf Jungenblut, begrüßen würde. „Ein Zug im Sommer kann nie den Karneval am Rosenmontag ersetzen“, findet er.

Jungenblut legt allerdings Wert darauf, dass die Präsidenten aller 35 münsterischen Karnevalsgesellschaften bei ihrem Treffen am 20. Februar im Paohlbürgerhof entscheiden sollen. „Wir werden versuchen, einen demokratischen Beschluss herbeizuführen“, betont er.

Die BMK-Spitze rechnet nach der Absage des Rosenmontagszuges mit einem Minus im unteren fünfstelligen Bereich. Kosten für die gebuchten Spielmannszüge, die Wagen aus Losser, die Stadtreinigung und Anmietung des Schlossplatzes fallen auf der einen Seite an. „Wir müssen von bis zu 70 000 Euro ausgehen“, rechnet Jungenblut vor. Auf der anderen Seite fehlen Einnahmen unter anderem durch den Getränkeverkauf.

Unterm Strich fehlt dem BMK zurzeit das Geld für einen nachgeholten Zug. „Wir müssten dafür Sponsoren finden“, so Jungenblut.

Die Absage des Rosenmontagszuges nimmt Prinz Bernard inzwischen mit Humor. „Nachdem wir am Sonntag das Rathaus gestürmt hatten, haben wir am Rosenmontag ein wenig geruht“, hatte er beim Senatorenfrühschoppen der KG Freudenthal die Lacher auf seiner Seite. So ganz hat Homann seinen Frieden mit der Absage nicht gemacht. „Ich hätte mir für Münster eine Kölner Version vorstellen können – einen Zug in abgespeckter Form.“ 

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