Mi., 10.02.2016

Palliativtag in der Raphaelsklinik Körper und Seele in Gleichklang bringen

Stellen die Arbeit der Palliativmedizin in der Raphaelsklinik vor (v.l.): Verwaltungsdirektor Andreas Mönnig, Markus Kruthaup (Leiter des Sozialdienstes), Simone Vogt (Fachkrankenschwester für Pflege in der Onkologie), Leitender Arzt Dr. Marc Theisen sowie Krankenschwester und Aromatherapeutin Gabriele Senge. Foto: Oliver Werner

Stellen die Arbeit der Palliativmedizin in der Raphaelsklinik vor (v.l.): Verwaltungsdirektor Andreas Mönnig, Markus Kruthaup (Leiter des Sozialdienstes), Simone Vogt (Fachkrankenschwester für Pflege in der Onkologie), Leitender Arzt Dr. Marc Theisen sowie Krankenschwester und Aromatherapeutin Gabriele Senge. Foto: Oliver Werner Foto: Oliver Werner

Münster - 

Informationen zu Pflege und Ernährung, Sozialdienst, Physiotherapie, Hospizbewegung und viel mehr bietet der Palliativtag am 13. Februar ab 10 Uhr im Foyer der Raphaelsklinik. Mit dabei ist Franz Müntefering, der seine sterbenskranke Frau pflegte.

Von Maria Meik

Sterben – ein Schreckgespenst, das am liebsten ein jeder verdrängt. Doch Sterben gehört zum Leben. Um das Leben in der Endphase so angenehm wie nur möglich zu gestalten, bedarf es an Fachleuten, die den Menschen im Blick haben. Seine Schmerzen, seine Wünsche, seine Sorgen und seine Ängste.

Die Raphaelsklinik engagiert sich seit fünf Jahren mit ihrer „Palliative-Care-Einheit“ um das Wohl von Patienten, bei denen Pflege und Medizin keine Heilung mehr bewirken können. „Die Palliativmedizin ist den meisten fremd, sie finden sie finster und furchtbar, ein Sprungbrett zum Tod. Alles falsch“, sagt Dr. Marc Theisen, Leitender Arzt der Palliative-Care-Einheit. Licht ins Dunkel bringen soll ein Palliativtag, der am Samstag (13. Februar) um 10 Uhr im Foyer der Raphaelsklinik beginnt und den der Förderverein Palliativmedizin der Klinik ausrichtet. Um 12 Uhr spricht der ehemalige SPD-Vorsitzende und Vizekanzler Franz Müntefering.

„Ein Arzt will heilen. Doch das geht oftmals nicht. Aber gegen Schmerzen kann man was tun“, betonte Dr. Theisen im Vorfeld des Palliativtages. Im Team betreut er mit vereinten Kräften Menschen, die am Ende ihres Lebensweges angekommen sind und die hier in ihrer gesamten Lebenswelt ummantelt werden. „Wir arbeiten interdisziplinär auf Augenhöhe. Die Station lebt von einem großen Maß an Kommunikation“, erläutert der Mediziner. 85 Prozent der Patienten hätten einen bösartigen Tumor. Ein stabiles Gleichgewicht soll ihnen gegeben werden, um auch wieder nach Hause zu können – und zwar mit der ganzen Fürsorge der Palliativmedizin, verzahnt mit der Arbeit der Hospizbewegung.

Die Verweildauer reicht von drei bis zwölf Tagen. Sechs Betten stehen zur Verfügung, die ab April auf acht aufgestockt werden sollen. Soziale, psychoonkologische oder seelsorgliche Aspekte – es wird nichts außer Acht gelassen, was Körper und Seele gut tut. Breiten Raum nimmt auch die Arbeit mit Angehörigen ein, informiert Krankenschwester Gabriele Senge. Sie ist Aromatherapeutin und zeigt am Samstag auf, wie Patienten über Düfte zu Wohlbefinden gelangen.

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