Mo., 15.02.2016

Algerier muss ins Gefängnis Junge Frau sexuell bedrängt

 

  Foto: GaToR/Fotolia

Münster - 

Ein 30-jähriger Asylbewerber aus Algerien ist am Freitag zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Am 1. November hatte er sich am Hauptbahnhof an einer 20-jährigen Auszubildenden vergangen.

Von Monika Koch

Der 30-jährige Asylbewerber aus Algerien lebt erst seit gut einem halben Jahr in Deutschland – doch am Freitag ist er bereits zum zweiten Mal am Amtsgericht Rheine zu einer Freiheitsstrafe ohne Bewährung verurteilt worden.

Am frühen Morgen des 1. November hatte er in der Nähe des münsterischen Hauptbahnhofes an einer 20-jährigen Auszubildenden aus Münster eine Sexualstraftat im Würgegriff begangen. Nach seinem Geständnis und der Anhörung ihres 29-jährigen Retters verurteilte das Schöffengericht ihn wegen sexueller Nötigung und vorsätzlicher Körperverletzung zu drei Jahren Gefängnis.

Zuletzt war er am 17. Dezember vom gleichen Gericht wegen versuchten Raubes und elf Diebstählen zu einem Jahr ohne Bewährung verurteilt. Dieses Urteil floss in das neue mit ein.

Im Zuhörerraum atmeten die Angehörigen des Mädchens erleichtert auf. Das Opfer wartete vor der Tür. Die 20-Jährige sei in psychotherapeutischer Behandlung, wie ihre Anwältin betonte: „Am Schlimmsten war für sie die Todesangst, als der Angeklagte sie würgte.“ Dass der Asylbewerber der jungen Frau eine Anhörung vor Gericht ersparte, kam ihm zugute. Erheblich strafverschärfend wirkte sich die Brutalität des Würgegriffs aus. Ein 29-jähriger Student aus Münster wurde zum Retter in der Not. „Vielleicht wäre sonst noch viel Schlimmeres passiert“, sagte der Staatsanwalt in seinem Plädoyer und bedankte sich bei ihm für die Besonnenheit und Hilfe, „die nicht selbstverständlich ist“.

Laut Anklage soll der Straftäter das Mädchen vom Hauptbahnhof aus durch das Parkhaus verfolgt, gegen den Zaun einer angrenzenden Bank gepresst und sich an ihr gerieben haben. Mit einem Würgegriff habe er sie dabei in Schach gehalten. Der Angeklagte widersprach zunächst und bezeichnete das Opfer als Kind, das sich ihm genähert habe. Erst später räumte er die Tat ein. Damit ersparte er der 20-Jährigen die Anhörung vor Gericht. Der Student wurde als Zeuge gehört und berichtete: „Das Mädchen war am Boden zerstört – fix und fertig.“ Dank seiner Beschreibung wurde der Täter kurze Zeit später gefasst.

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