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Di., 16.02.2016

Film über Falkner Pierre Schmidt Der Adlerflüsterer

Falkner Pierre Schmidt mit Weißkopfseeadler „Alaska“. Mit beiden gibt es am 27. Februar im Film „Adlerflüsterer“ ein Wiedersehen.

Falkner Pierre Schmidt mit Weißkopfseeadler „Alaska“. Mit beiden gibt es am 27. Februar im Film „Adlerflüsterer“ ein Wiedersehen. Foto: kal

Münster - 

Ein Film mit spektakulären Aufnahmen wird am 27. Februar im Naturkundemuseum gezeigt. Im Mittelpunkt des „Adlerflüsterers“ steht der Falkner Pierre Schmidt.

Von Martin Kalitschke

Dem Vogel des Adlerflüsterers ist so gar nicht nach Flüstern zumute. Weißkopfseeadler „Alaska“ kreischt, als ob es um sein Leben geht. Pierre Schmidt beruhigt: „Wir sind verheiratet.“ Also alles halb so schlimm, „Alaska“ habe keine Angst, er sei nur ein wenig aufgeregt. Kein Wunder, schließlich steht ein knappes Dutzend Journalisten vor dem wunderschönen Tier und macht Fotos.

Der Anlass für den Besuch des Kerpener Falkners und seines Weißkopfseeadlers ist eine ganz besondere Filmvorführung. Am 27. Februar um 17 Uhr wird im LWL-Naturkundemuseum der 90-Minuten-Streifen „Adlerflüsterer – Faszination Falknerei“ gezeigt, in der Pierre Schmidt unter der Regie des Münsteraners Andreas Ewels die Geheimnisse der Greifvögel lüftet – mit spektakulären Aufnahmen. So wurden Vögel mit Kamera auf dem Rücken in den Himmel geschickt. Vor und nach der Vorstellung wird ihm dabei ein echter Greifvogel assistieren. „Wer will, kann sich mit ,Alaska‘ fotografieren lassen“, sagt Schmidt.

Schmidt liebt Greifvögel, solange er denken kann. „Früher, in der Schule, schaute ich durchs Fenster den Bussarden zu, während der Lehrer Mathe unterrichtete.“ Im Laufe der Jahre habe er in mehr als 200 Falkner-Stationen hospitiert, bevor er vor 15 Jahren seine eigene in der Nähe von Kerpen eröffnete. Dort betreut er aktuell 22 Tiere, vom Habicht bis zum Weißkopfseeadler. „Sie können frei fliegen“, versichert Schmidt – und ergänzt: „Sie kehren immer wieder zu uns zurück.“

Dem Falkner geht es darum, mit seiner Arbeit, aber auch mit seinem Film Begeisterung für Raubvögel zu wecken und darauf hinzuweisen, dass ihr Lebensraum in vielen Teilen der Welt durch den Menschen bedroht sei.

Bei seiner Arbeit wird Schmidt von einem Münsteraner unterstützt: Andreas Wittke promoviert gerade an der hiesigen Universität in Geowissenschaften. Nebenbei arbeitet der 27-Jährige ehrenamtlich für Schmidts Station. Am Montag hatte er „Alaska“ genauso gut im Griff wie Schmidt.

Der „Adlerflüsterer“ ist der erste abendfüllende Film über den Falkner. Seit seiner Premiere im vergangenen Herbst ist er bereits mehrfach ausgezeichnet worden.

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Karten für die Vorführung am 27. Februar (17 Uhr) gibt es dienstags bis sonntags im Naturkundemuseum. Mehr Infos unter ✆ 5 91 05.



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