Di., 16.02.2016

Interview mit Enno Bunger Melancholischer Ostfriese

Enno Bunger kommt nach Münster. Sein Konzert im Skaters Palace findet am 25. Februar im Skaters Palace statt.

Enno Bunger kommt nach Münster. Sein Konzert im Skaters Palace findet am 25. Februar im Skaters Palace statt. Foto: LIVE

Münster - 

Er stammt aus Ostfriesland und mag melancholische Musik: Am 25. Februar ist Enno Bunger im Skaters Palace zu Gast.

Enno Bunger ist ein echter Ostfriese. 1986 wurde der Singer/Songwriter in Leer geboren. Sein Song „Regen“ wurde auf YouTube mehr als eine Million Mal geklickt. Aktuell ist Bunger auf Tour, am 25. Februar ist er im Skaters Palace zu Gast. Mit dem 29-Jährigen sprach unser Redakteur Martin Kalitschke.

Enno, wenn du auf der Bühne stehst, dann singst du nicht nur, sondern lieferst auch kabarettistische Einlagen.

Bunger: Manchmal habe ich einfach Lust, Geschichten zu erzählen und zu unterhalten und Klamauk zu machen. Das ist ja oft so, dass nachdenkliche Menschen zugleich Komödianten sind.

Ein Wechsel zwischen verschiedenen Stimmungen.

Bunger: Ich habe mal als Organist auf einer Beerdigung gespielt. Plötzlich, während eines Gebets, sprang die Enkelin der Toten auf und rief: „Was ist das für ein Scheiß, Oma hatte immer Höhenangst, und jetzt ist sie dort oben.“ Einige lachten, andere weinten, die Vielschichtigkeit der Gefühle hat mich damals beeindruckt.

Wünscht du dir, dass die Leute auf deinen Konzerten auch lachen und weinen?

Bunger: Klar!

Wann ist denn deine Musik zum Heulen?

Bunger: „Klumpen“ zum Beispiel ist ein sehr trauriges Lied. Es handelt davon, wie es ist, wenn man nichts mehr fühlt. Es geht um das innere und das äußere Grau.

Damit gibst du auch einiges von dir preis.

Bunger: Das ist wohl so, aber damit habe ich auch kein Problem. Den Menschen, die mir zuhören, geht es ja oft genauso, sie haben die gleichen Probleme. Dass man seine Gefühle verbergen will, war vielleicht Thema, als man Teenager war. Aber jetzt doch nicht mehr.

Mit deiner Musik hast du vor ein paar Jahren auch eine Trennung aufgearbeitet.

Bunger: Ich habe gleich ein ganzes Album darüber geschrieben. Das war der Versuch, den schlimmsten Moment meines Lebens zu verarbeiten.

Bist du mittlerweile darüber hinweg?

Bunger: Mittlerweile ja.

Ich spiel mal ein wenig „Bunte“: Bist du wieder vergeben?

Bunger: Das „Bunte“-Spiel mache ich nicht mit.

Du warst schon öfter in Münster!

Bunger: Ja, ich bin schon drei Mal im Amp aufgetreten, habe in der Sputnikhalle, im Teilchen und in der Pension Schmidt gespielt. Daher habe ich auch viele Freunde in Münster. Die Stadt darf nie auf einer Tour von mir fehlen. Jedes Mal, wenn ich da war, war das Publikum toll.

Zum Thema

25. Februar, 20 Uhr, Skaters Palace, Dahlweg 126.

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