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Mo., 15.02.2016

Einbruch bei Oeding-Erdel „Ein Bild der Verwüstung“

Handwerker ersetzten am Montagvormittag die Eingangstür des Juweliergeschäfts Oeding-Erdel. Drei Einbrecher hatten sie am frühen Sonntagmorgen mit Spalt-Äxten brachial aufgebrochen.

Handwerker ersetzten am Montagvormittag die Eingangstür des Juweliergeschäfts Oeding-Erdel. Drei Einbrecher hatten sie am frühen Sonntagmorgen mit Spalt-Äxten brachial aufgebrochen. Foto: kal

Münster - 

Der Wert der Beute, die Einbrecher am Sonntagmorgen beim Juwelier Oeding-Erdel gemacht haben, liegt zwischen 100 000 und 200 000 Euro. Inhaber Thomas Oeding-Erdel berichtet, dass das Geschäft nach der Tat ein Bild der Verwüstung bot.

Von Martin Kalitschke

Als am Sonntagmorgen um 7 Uhr bei Thomas Oeding-Erdel das Telefon klingelte, hatte er sofort ein ungutes Gefühl. Und er sollte mit seinen Befürchtungen Recht behalten: Am anderen Ende der Leitung meldete sich ein Polizei­beamter, um ihm mitzuteilen, dass in seinem Juweliergeschäft am Prinzipalmarkt soeben eingebrochen worden ist (wir berichteten).

Oeding-Erdel machte sich sofort auf den Weg zum Tatort. Dort bot sich ihm ein Bild der Verwüstung, „überall Scherben“. Mit brachialer Gewalt und unter Zuhilfenahme von Spalt-Äxten hatten die Täter die Eingangstür aufgebrochen. „Nachdem sie im Geschäft waren, steuerten sie direkt auf die vermeintliche Schaufensterauslage zu“, so Oeding-Erdel. Doch im Schaufenster lag nichts aus, denn Oeding­Erdel baut um – doch das konnten die Täter von außen nicht sehen, die Schaufenster sind zurzeit mit Folie verklebt.

Kameraaufzeichnungen zeigen, wie die drei Täter – allesamt mit Sturmhauben vermummt – einen Moment stutzten, umdrehten und sich dann mit den Äxten an den Vitrinen zu schaffen machten. Nach gut einer Minute war der Spuk schon wieder vorüber, berichtet Oeding-Erdel. Mit Schmuck und Uhren im Wert von 100 000 bis 200 000 Euro ergriffen sie unerkannt das Weite. „Wenn die Schaufenster dekoriert gewesen wären, dann wäre der Schaden deutlich höher gewesen“, betont der Juwelier.

Der letzte Einbruch bei Oeding-Erdel liegt mehr als fünf Jahre zurück. Die Täter konnten kurz darauf samt Beute ergriffen werden, erinnert sich der Unternehmer. Ein Überfall am helllichten Tag im Jahr 2013 scheiterte hingegen. Damals flüchteten die Täter ohne Beute, sie konnten bis heute nicht dingfest gemacht werden. Die Zeiten, in denen Einbrecher mit ihren Autos direkt ins Geschäft rasten, liegen lange zurück. Seit einigen Jahren schützen Metallpoller, die tagsüber im Boden versenkt werden, das Geschäft.

Laut Polizei steckt hinter dem jüngsten Einbruch eine organisierte Verbrecherbande, die mit großer Gewalt vorging. „Die Eingangstür war komplett aus den Angeln geschlagen“, so Oeding-Erdel. Immerhin: „Menschen kamen nicht zu Schaden, und bis ins Obergeschoss drangen die Täter nicht vor.“

Noch am Sonntag begannen die Aufräumarbeiten, befreundete Firmen halfen, das Geschäft zu sichern. Am Montag wurde eine neue Tür eingesetzt.

„Nach jedem Einbruch werden wir schlauer“, sagt der Inhaber. „Eine solche Tat wird sich nicht wiederholen“ – da man aus jedem Einbruch in Sachen Sicherheit dazulerne.



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