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Do., 18.02.2016

Weitere neue Standorte in Münster Flüchtlingsunterkunft auf der Flohmarkt-Wiese geplant

In unmittelbarer Nähe zum Stadtbad Mitte – dort, wo früher das Hotel Lindenhof stand – soll eine weitere Flüchtlingsunterkunft entstehen.

In unmittelbarer Nähe zum Stadtbad Mitte – dort, wo früher das Hotel Lindenhof gestanden hat – soll eine weitere Flüchtlingsunterkunft entstehen. Foto: Matthias Ahlke

Münster - 

Die Stadt plant weitere Einrichtungen für insgesamt 600 Flüchtlinge. Eine Unterkunft soll auf der Flohmarkt-Wiese an der Promenade entstehen – nur einen Steinwurf vom Stadtbad Mitte entfernt.

Von Martin Kalitschke

Auf dem Grundstück, wo früher das „Hotel Lindenhof“ gestanden hat und auf dem heute im Sommer Flohmärkte stattfinden, soll in den kommenden Monaten eine weitere Flüchtlingsunterkunft entstehen. 100 Personen sollen auf dem städtischen Gelände direkt an der Promenade vorübergehend untergebracht werden.

Sofern die Zuzugszahlen nach Münster dies zulassen, werde die Einrichtung aber erst nach Ende der Flohmarktsaison in Betrieb genommen, heißt es in einer Vorlage der Verwaltung, über die die Kommunalpolitiker ab der kommenden Woche diskutieren werden.

Neben dieser Einrichtung plant die Verwaltung drei weitere Flüchtlingsunterkünfte. Sie sollen Platz für insgesamt 500 Zuzügler bieten. 200 von ihnen sollen auf einem 7000 Quadratmeter großen Grundstück an der Amelunxenstraße in Wolbeck eine vorübergehende Heimat finden. Es befindet sich derzeit im Besitz der Wirtschaftsförderung und wird als Acker genutzt.

Erstaufnahmeeinrichtung

Der Standort für eine von fünf Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge des Landes Nordrhein-Westfalen steht fest. So soll die Einrichtung für den Regierungsbezirk Münster in der Gremmendorfer York-Kaserne untergebracht werden.

Zwei Gebäude mit insgesamt 200 Plätzen sollen an der Nieberdingstraße gegenüber dem ehemaligen Kreiswehrersatzamt entstehen, die Fläche befindet sich im Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Dort sollen nur Familien leben. Schließlich ist eine weitere Einrichtung am Vennheideweg in Berg Fidel geplant – zunächst für 100 Personen. Die Anlage sei allerdings erweiterbar, betont die Verwaltung.

Nach derzeitigem Stand wird die Stadt in die vier temporären, in Modulbauweise zu errichtenden Unterkünfte rund zehn Millionen Euro investieren. Zugleich räumt sie ein, dass die Suche nach Standorten „zunehmend schwieriger“ werde.



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