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Do., 18.02.2016

Insolvenzverfahren mangels Masse abgelehnt Mühlenhof-Tochter ist pleite

Das Freilichtmuseum Mühlenhof steht mit dem Rücken zur Wand: Der Trägerverein „De Bockwindmüel“ bangt ums finanzielle Überleben, die Tochtergesellschaft ist inzwischen in die Insolvenz gegangen.

Das Freilichtmuseum Mühlenhof steht mit dem Rücken zur Wand: Der Trägerverein „De Bockwindmüel“ bangt ums finanzielle Überleben, die Tochtergesellschaft ist inzwischen in die Insolvenz gegangen. Foto: Matthias Ahlke

Münster - 

Die für Veranstaltungen auf dem Mühlenhof zuständige GmbH ist pleite. Das Insolvenzverfahren ist eröffnet, mangels Masse aber abgelehnt worden. Der Trägerverein „De Bockwindmüel“ steht nun allein in der Verantwortung. Auf Veranstaltungen habe das keine Auswirkungen.

Von Ralf Repöhler

Die zuletzt zahlungsunfähige Tochtergesellschaft des Freilichtmuseums Mühlenhof, die „Vesper un Metbrengsel GmbH“, ist insolvent. Der 1. Baas Georg Berding und Finanzberater Michael Mönig bestätigten am Mittwoch, dass das Insolvenzverfahren eröffnet, mangels Masse aber bereits abgelehnt worden sei.

Die für die Veranstaltungen auf dem Hof verantwortliche Gesellschaft ist damit praktisch aufgelöst. Der Trägerverein des Freilichtmuseums, „De Bockwindmüel“, ist nun selbst für Veranstaltungen auf dem Hof und das Marketing zuständig.

Berding betonte, dass die Insolvenz keinerlei Auswirkungen auf gebuchte und zukünftige Veranstaltungen auf dem Hof habe. Ganz im Gegenteil: „Alle Veranstaltungen haben Vorfahrt. Nur durch diese Einnahmen ist es möglich, das Museum zu erhalten“, sagt Mönig.

Die Tochter-GmbH konnte seit Monaten ihre Schulden nicht mehr begleichen. „Die Insolvenz war unvermeidbar“, so Mönig. Angesichts der tiefroten Zahlen drohte sogar eine Insolvenz-Verschleppung. Die Unternehmensberatung „Lotsenhaus“ ist eingeschaltet worden, um die GmbH abzuwickeln.

Durch die Insolvenz seien zweieinhalb Arbeitsstellen auf dem Mühlenhof weggefallen. Drei Mitarbeiter – unter ihnen Veranstaltungsmanagerin Anne Stippel – sowie ein Auszubildendenverhältnis seien vom Trägerverein übernommen worden. Hier sind nun insgesamt 13 Mitarbeiter und mehr als ein Dutzend Aushilfen beschäftigt.

„Mit dem neuen Jahr hat auf dem Mühlenhof eine neue Zeit begonnen“, betonte Mönig. Ziel sei es, die Finanzen langfristig zu stabilisieren, sodass der Mühlenhof dauerhaft in freier Trägerschaft bleiben könne. Und zwar sowohl mit dem Museumsbereich als auch mit der Veranstaltungsstätte.

Der Mühlenhof setzt an den Wochenenden verstärkt auf Laufkunden. Gäste, die die Gastronomie auf dem Gelände besuchen wollen, müssen keinen Eintritt mehr bezahlen. „Sonntags ist der Laden immer voll“, sagt Anne Stippel. Spontanbesuche unter der Woche sind aktuell nicht möglich; im Januar und Februar ist der Hof nur bei gebuchten Führungen und Veranstaltungen geöffnet. Das Freilichtmuseum arbeitet neuerdings mit mehreren Caterern zusammen, die Speisekarte ist vielfältiger geworden. Große Hofveranstaltungen sind geplant. 



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