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Mi., 17.02.2016

AfD-Debatte im Rat „Kein Platz für Fremdenfeindlichkeit“

In Münster hatten Hunderte Menschen im Januar gegen die AfD protestiert.

In Münster hatten Hunderte Menschen im Januar gegen die AfD protestiert. Foto: Günter Benning

Münster - 

Durfte Grünen-Ratsherr Carsten Peters eine Protestkundgebung gegen den geplanten Auftritt der AfD-Bundesvorsitzenden Frauke Petry organisieren? Diese Frage eines Bürgers löste am Mittwoch im Rat eine leidenschaftliche Diskussion aus.

Von Martin Kalitschke

Rüdiger Sagel (Linke) stellte klar, dass die AfD in Münster unerwünscht und der von Peters organisierte Protest richtig gewesen sei. Otto Reiners (Grüne) betonte, dass in Münster „kein Platz für Fremdenfeindlichkeit“ sei.

Michael Jung (SPD) bezeichnete die Gegendemonstration als „absolut erforderlich“. Es sei gutes Recht eines Ratsmitgliedes, solchen Protest zu organisieren. Stefan Weber (CDU) appellierte an die AfD und ihre Anhänger, Gegenprotest zu akzeptieren.

AfD-Ratsherr Martin Schiller sah hingegen eine „Vergewaltigung des politischen Klimas“ durch die Gegner seiner Partei. Immer wieder gab es Zwischenrufe und Gelächter aus dem Publikum, das offenbar zu einem Teil aus AfD-Anhängern bestand. Nach der Bürgerfragestunde lichteten sich jedenfalls schlagartig die Zuschauerreihen.

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