Anzeige

Mi., 17.02.2016

Flüchtlinge Ankunftzentrum des Landes zieht in York-Kaserne

Bislang war die York-Kaserne Notunterkunft des Landes, nun soll hier eine von fünf Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes untergebracht werden.

Bislang war die York-Kaserne Notunterkunft des Landes, nun soll hier eine von fünf Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes untergebracht werden. Foto: Matthias Ahlke

Münster - 

Eines von fünf Flüchtlings-Ankunftzentren des Landes wird in die Gremmendorfer York-Kaserne ziehen. Das gab die Leiterin des Sozialamtes am Mittwochabend im Rat bekannt.

Von Martin Kalitschke

Der Standort für eine von fünf Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge des Landes Nordrhein-Westfalen steht fest. Wie Sozialamtsleiterin Dagmar Arnkens-Homann am Mittwochabend im Rat mitteilte, soll die Einrichtung für den Regierungsbezirk Münster in der Gremmendorfer York-Kaserne untergebracht werden.

Die Einrichtung werde zunächst eine Aufnahmekapazität von 950 Plätzen haben und voraussichtlich im April ihre Arbeit aufnehmen. Sie löst die etwa gleich große Landes-Notunterkunft für Flüchtlinge in der York-Kaserne ab. Die Notunterkünfte in der Oxford-Kaserne und in der ehemaligen Wartburgschule sollen vorerst bestehen bleiben.

Nach derzeitigen Plänen wird die neue Erstaufnahmeeinrichtung nur vorübergehend in der York-Kaserne bleiben – und zwar bis Ende 2017. Danach soll die städtebauliche Entwicklung der Kaserne in Angriff genommen werden. Die Einrichtung, die die erste Anlaufstelle für Flüchtlinge nach ihrer Ankunft in der Bundesrepublik Deutschland ist, ziehe dann in einen Neubau an der Warendorfer Straße um. Er soll auf dem Grundstück des ehemaligen „Pulverschuppen“ errichtet werden und eine Kapazität von 1500 Plätzen haben.

Die Flüchtlinge werden sich in der Erstaufnahmeeinrichtung nur kurze Zeit aufhalten, und zwar etwa eine Woche. Während dieser Zeit werden sie registriert und geröntgt. Anschließend werden sie dann von Münster aus in Zentrale Unterbringungseinrichtungen weitergeleitet.

Angedockt an die Erstaufnahmeeinrichtung ist eine Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Hier können die Betroffenen direkt einen Asylantrag stellen. Bereits Anfang April soll die Einrichtung des BAMF mit 200 Arbeitsplätzen die Arbeit aufnehmen.

Das BAMF plane, sich mit zwei Bereichen anzusiedeln. Zum einen sollen Asylanträge behandelt werden, denen ein klarer Sachverhalt zugrunde liegt. Hier wolle das BAMF innerhalb von 48 Stunden zu einer Entscheidung kommen. Zum anderen sollen in einem weiteren Bereich komplexere Fälle bearbeitet werden. Die Arbeit der Kommunen würde so minimiert, betonte Arnkens-Homann.

Google-Anzeigen


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3815345?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F