Mi., 24.02.2016

Politik meldet Beratungsbedarf an Wer darf auf die Stubengasse?

Der Stubengassen-Platz war nur kurz Thema im Betriebsausschuss Münster-Marketing: Die Politiker wollten noch nicht über weitere Nutzungen entscheiden.

Der Stubengassen-Platz war nur kurz Thema im Betriebsausschuss Münster-Marketing: Die Politiker wollten noch nicht über weitere Nutzungen entscheiden. Foto: Matthias Ahlke

Münster - 

Wie soll der Stubengassen-Platz künftig genutzt werden? Darüber will sich die Politik Gedanken machen. Der Stadtdirektor hat sich in der Frage schon festgelegt.

Von Dirk Anger

Sie tippten das Thema nur an, denn gleich mehrere Parteien-Vertreter meldeten mit Blick auf die künftige Nutzung des ­Stubengassen-Platzes noch Beratungsbedarf ihrer Farben an. Dabei hat sich Stadtdirektor Hartwig Schultheiß bereits festgelegt: Eine Ausweitung der bisherigen Nutzungen werde nicht empfohlen, heißt es in seiner Beschlussvorlage für die politischen Gremien.

Dass in dieser Frage Sprengkraft liegen könnte, klang im Betriebsausschuss Münster-Marketing am Mittwoch durchaus an. Denn Ausschussvorsitzende Wendela-Beate Vilhjalms­son (SPD) berichtete von einer schriftlichen Anfrage aus dem Januar 2016, ob die Fläche auf der Stubengasse als Erweiterung für den Weihnachtsmarkt dienen könne. Der Fragesteller hat bereits eine Absage von der Stadtverwaltung für sein Ansinnen erhalten.

Um einen Überblick zu bekommen, welche Vorhaben bislang von der Stadtverwaltung auf der Stubengasse abgelehnt wurden, bat FDP-Vertreter Hein Götting um eine entsprechende Übersicht. Unterstützung erhielt er in dieser Sache von Ratsmitglied Carsten Peter (Grüne).

Nach Ansicht von Stadt­direktor Schultheiß soll die Nutzung des Platzes „auf wenige unabweisbare Ausnahmen“ beschränkt bleiben. Gemeint sind Veranstaltungen mit besonderer Relevanz für die Stadt oder Region. Als Kriterien dienen deren stadtzentrale, überregionale, nationale oder internationale Bedeutung. Auf den öffent­lichen Flächen des Stubengassenplatzes sollen keine kommerziellen Veranstaltungen stattfinden, auch der Aufbau fester Bauten werde nicht genehmigt, heißt es in dem Papier der Stadtverwaltung weiter. Dagegen soll der Platz explizit als Raum für Kleinkunst dienen. Grund für die Restriktionen: Bei größerer Verkehrsdichte sei die verbleibende Fläche auf dem Platz zu knapp, heißt es.

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